Ein Rezept für digitale Teilhabe – mit Erdmännchen und Bär

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Transkription:

Ja, hallo und herzlich willkommen. Heute wird’s kreativ, inklusiv und – glaube ich – richtig inspirierend. Wir haben Besuch von einem Projekt, das zeigt, wie Medienpädagogik Menschen verbinden kann: von Erdmännchen und Bär. Mit dabei sind Felix Bastam & Sebastian Jähnke.

Ich freue mich sehr, dass ihr da seid und bin gespannt, was ihr uns heute erzählt. Stellt euch doch erstmal kurz vor: Wer seid ihr, was macht ihr – und was steckt eigentlich hinter „Erdmännchen und Bär“? Der Name klingt ja erstmal fast wie ein Kinderbuch, aber dahinter steckt viel mehr: Medienprojekte, digitale Bildung und ganz viel Teilhabe. Vorstellung Vielen Dank für die Einladung. Ich bin Sebastian Jahnke, einer der Gründer und heute Co‑Geschäftsführer von Erdmännchen und Bär. Wir sitzen in Heidelberg – gerade scheint hier schön die Sonne durchs Fenster. Wir beschäftigen uns intensiv mit digitaler Teilhabe. Also mit der Frage: Wie können wir Digitalisierung für Menschen öffnen, die bislang in diesen Prozessen zu wenig oder gar nicht berücksichtigt wurden? Und wie können wir den Einstieg erleichtern? Ich wäre beinahe Lehrer geworden, habe mich dann aber doch gegen den klassischen Schuldienst entschieden und stattdessen einen Master in E‑Learning und Medienbildung gemacht. Dort habe ich Felix kennengelernt – und daraus entstand später unsere gemeinsame Idee. Vorher habe ich viele Jahre in der Behindertenhilfe gearbeitet – vom stationären Bereich bis zur ambulanten Unterstützung. Dabei habe ich gemerkt, wie wichtig Themen wie leichte Sprache, Barrierefreiheit und digitale Bildung sind. Heute bin ich viel in Einrichtungen unterwegs, gebe Workshops zu Medienkompetenz – von den ersten Schritten im Internet bis hin zu Social Media und KI – und begleite Projekte direkt mit den Zielgruppen. Ich bin Felix Bastam und gerade ein bisschen erkältet, also entschuldigt meine Stimme. Unser Motto lautet: „Digital lernen für alle.“ Das hat eigentlich drei Ebenen. Die erste Ebene: Alle Menschen sollen digitale Kompetenzen erwerben können. Die zweite Ebene: Wenn wir digitale Kompetenzen haben, können wir damit auch lernen, kreativ sein und teilhaben. Und die dritte Ebene: Die digitalen Angebote selbst müssen inklusiv gestaltet sein. Ich komme eher aus der Medien‑ und Gaming‑Richtung. Gaming war für mich schon früh ein Bereich, in dem Barrierefreiheit und Inklusion eine große Rolle gespielt haben. Wie entstand der Name „Erdmännchen und Bär“? Der Name ist wirklich besonders. Wie seid ihr darauf gekommen? Wir brauchten natürlich irgendwann einen Namen für unser Projekt. In meinem Freundeskreis gab es früher so ein Spiel, bei dem man sich Tiere zugeordnet hat. Ich war immer das Erdmännchen. Und Sebastian war ziemlich schnell der Bär. Wir hatten zwar auch andere Ideen mit Begriffen wie „digitale Bildung“, aber das klang alles sehr technisch. Wir wollten etwas, das man sich merkt. Und tatsächlich: Viele sagen uns heute noch, dass sie wegen des Namens überhaupt erst aufmerksam geworden sind. Mittlerweile passt der Name sogar erstaunlich gut zu unseren Rollen. Felix organisiert viel, behält alles im Blick – wie ein Erdmännchen eben. Und ich bin viel unterwegs, ziehe durchs Land und gebe Workshops. Erste Berührungspunkte mit Inklusion und Medien Was war denn eure erste Begegnung mit Inklusion und Medien? Bei mir kam das über die Arbeit in der Behindertenhilfe. Gleichzeitig habe ich erlebt, wie stark Digitalisierung unseren Alltag verändert hat. Ich gehöre noch zu der Generation, die ohne Smartphones aufgewachsen ist. Und plötzlich war alles digital. Ich habe dann beobachtet, dass viele Menschen mit Behinderung großes Interesse an digitalen Medien hatten – aber kaum Angebote existierten. Oft hieß es einfach: „Das ist nichts für unsere Leute.“ Und genau das fand ich schade. Bei mir kam es eher über Medien und Gaming. Schon im Studium wollten wir ein Spiel entwickeln, das Menschen mit körperlichen Einschränkungen unterstützt. Daraus wurde damals zwar nichts, aber das Thema hat mich nicht mehr losgelassen. Später haben Sebastian und ich gemeinsam ein Forschungsprojekt gemacht – und dabei festgestellt: Es gibt kaum gute inklusive digitale Bildungsangebote. Da war für uns klar: Da müssen wir etwas machen. Warum digitale Teilhabe so wichtig ist Digitale Teilhabe ist heute soziale Teilhabe. Wenn man heute nicht digital teilnehmen kann, wird man schnell ausgeschlossen. Während Corona wurde das besonders sichtbar. Plötzlich lief fast alles digital – Kommunikation, Bildung, Freizeit. Da haben viele gemerkt: Dieses Thema ist kein Zusatz mehr, sondern zentral. Was bedeutet „Diklusion“? Ihr habt auch den Begriff „Diklusion“ erwähnt. Was bedeutet das? Der Begriff verbindet Digitalisierung und Inklusion. Wir selbst sprechen aber häufiger von „digitaler Teilhabe“, weil das den Prozess besser beschreibt. Es geht darum, dass alle Menschen an der digitalen Welt teilhaben können – unabhängig von Einschränkungen. Warum einfache Sprache allen hilft Viele denken bei einfacher Sprache sofort: „Das brauche ich nicht.“ Dabei hilft sie eigentlich allen. Genau. Oft erleben wir: Menschen lehnen „einfache Sprache“ erstmal ab. Aber wenn sie die Inhalte lesen, merken sie plötzlich: „Das habe ich viel schneller verstanden.“ Dann verschwindet dieser defizitorientierte Blick. Wir erleben das zum Beispiel in Museen oder bei digitalen Projekten immer wieder. Wie inklusive Medienpädagogik praktisch aussieht Was kann man denn konkret tun, um Angebote barrierearm und inklusiv zu gestalten? Das Wichtigste zuerst: Es muss nicht perfekt sein. Viele denken, sie müssten sofort alles komplett barrierefrei machen. Das führt oft dazu, dass man gar nicht erst anfängt. Wichtig ist erstmal, sich zu sensibilisieren. Ein guter Grundsatz ist das Zwei‑Sinne‑Prinzip: Wenn etwas hörbar ist, sollte es möglichst auch sichtbar sein – zum Beispiel durch Untertitel. Und wenn Aufgaben schriftlich sind, sollte es Alternativen geben. Außerdem hilft es, direkt mit den Zielgruppen zu sprechen. Und man muss flexibel bleiben. Manchmal merkt man schon nach wenigen Minuten eines Workshops: Das geplante Konzept passt heute nicht. Dann muss man bereit sein umzudenken. Wichtig ist vor allem: Mut haben, anfangen und ausprobieren. Wo liegen die Grenzen? Wo stößt inklusive Medienpädagogik an Grenzen? Ganz ehrlich: Oft am System. Ein einzelner Workshop verändert noch keine Strukturen. Digitale Bildung müsste dauerhaft in Ausbildung, Schule, Sozialarbeit und Pädagogik verankert sein. Stattdessen wird Medienbildung oft wie ein Zusatzthema behandelt. Und häufig wird Verantwortung hin‑ und hergeschoben: Die Familie sagt, die Schule soll es machen. Die Schule sagt, die Eltern sollen es machen. Dabei müssten eigentlich alle gemeinsam daran arbeiten. Medienzeit ist nicht gleich Medienzeit Ein wichtiger Punkt ist auch: Medienzeit ist nicht gleich Medienzeit. Zwischen passivem Konsum und kreativer Medienarbeit gibt es einen großen Unterschied. Das verstehen viele Eltern erst, wenn man darüber spricht. Und wir Erwachsenen sind natürlich selbst Vorbilder. Wenn Kinder ständig sehen, dass Erwachsene auf ihr Smartphone schauen, dann merken sie vor allem: Dieses Gerät scheint extrem wichtig zu sein. Auch darüber muss man ehrlich reflektieren. Besondere Projekte Gab es Projekte, bei denen ihr dachtet: Genau deswegen machen wir das? Ja, zum Beispiel ein Projekt mit dem Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck. Viele historische Gebäude dort sind natürlich nicht barrierefrei. Deshalb haben wir gemeinsam überlegt: Wie können trotzdem alle Menschen Zugang bekommen? Daraus entstand ein digitales, interaktives Erlebnis mit Geschichten, Einblicken und verschiedenen Zugängen. Und das Spannende war: Nicht nur Menschen mit Einschränkungen fanden es gut – sondern alle Besucherinnen und Besucher. Das zeigt sehr schön: Inklusive Gestaltung hilft am Ende allen. Abschluss Das zählt für mich auch schon dazu. Das vergessen viele: Inklusion und digitale Teilhabe sind wichtig für unsere Gesellschaft, weil wir eben nicht alle gleich sind – und trotzdem alle mitgenommen werden müssen. Ganz, ganz lieben Dank nach Heidelberg. Es war super spannend mit euch. Sehr gerne wieder – vielleicht sprechen wir beim nächsten Mal über Gaming, das steht bei uns nämlich auch noch auf dem Programm. Dann müsst ihr mich fragen. Machen wir auf jeden Fall. Vielen Dank euch beiden, dass ihr da wart und mit uns gekocht und gerührt habt. Es war eine richtig gute Pixelsuppe. Bis zur nächsten Folge – bleibt neugierig, bleibt offen und lasst es euch digital gut gehen.

Transkript anzeigen

00:00:28: Hallo, herzlich willkommen!

00:00:30: Heute wird es kreativ inklusiv und ich glaube auch richtig inspirierend.

00:00:37: Wir haben Besuch von einem Projekt das zeigt wie Medienpädagogik Menschen verbinden kann – und zwar von Erdmännchen und Bär.

00:00:48: Und da haben wir den Sebastian Jenke und Felix Bastam.

00:00:54: Ich freue mich, dass ihr da seid und ich bin super gespannt was ihr uns heute so erzählt.

00:01:01: Erzählt doch mal erst, Was ... ja, ein bisschen was von euch.

00:01:07: Stellt euch mal vor und was sind denn so eure Aufgaben die ihr bei Erdmännchen oder Bär habt?

00:01:12: Was ja im ersten Moment so'n bisschen wie ein Kinderbuch eigentlich klingt!

00:01:16: Aber ich glaub da steckt ne ganze Menge dahinter ganz viele Medienprojekte usw.

00:01:22: Und ganz viel Teilhabe.

00:01:23: glaube auch, ne?

00:01:25: Genau dann startet mal!

00:01:29: Ja Felix ist die Frage, willst du anfangen?

00:01:32: Okay es startet gern du.

00:01:34: Na gut, dann fange ich an.

00:01:36: Ja vielen Dank für die Intro!

00:01:37: Mein Name ist Sebastian Jynkel.

00:01:41: Ich bin einer der beiden Gründer und jetzt eben auch Co-Geschäftsführer von der Agentur Erdmännchen & Beer.

00:01:48: Wir sitzen im schönen Heidelberg wo gerade die Sonne durch das Fenster hineinscheint genau und beschäftigen uns ganz intensiv mit dem Thema digitale Teilhabe.

00:02:00: Entschuldigung, jetzt muss ich mich mal kurz ausbauen.

00:02:04: Kein Problem.

00:02:05: Ist ja alles live und umgeschnitten, so jetzt räuspert vorbei mit dem Thema digitale Teilhabe.

00:02:11: also wie können wir das Thema Digitalisierung für Zielgruppen öffnen die bisher in diesen ganzen Prozessen einfach noch zu wenig oder gar nicht berücksichtigt werden?

00:02:25: Und wie können wir aber auch den Zielgruppen quasi, den Einstieg erleichtern?

00:02:30: Das sind ganz verschiedene Wege die wir da so beschreiten.

00:02:34: Aber das würde ich mal sagen, so die beiden Bereiche wo wir angreifen... Wir machen das in der Sozialwirtschaft und in der Kultur.

00:02:41: Ich denke immer, da werden wir nachher vielleicht noch ein bisschen mehr dazu erzählen.

00:02:45: Ansonsten hast du ja nach mir persönlich gefragt.

00:02:51: Also ich wäre um Haares Breite mal Lehrer geworden Das heißt, ich bin der Pädagoge hier in dem Setting wenn man das so möchte und habe mich dann aber nicht für den Staatsdienst entschieden.

00:03:03: Sondern hab noch einen Master gemacht in e-Learning und Medienbildung also mich dann eher in die Richtung Medienbildung entwickelt und da den Felix kennengelernt glücklicherweise.

00:03:12: und dann haben wir uns angefreundet und während dieses Studiums die Idee zu dem entwickelt was was wir jetzt gerade machen.

00:03:20: Und mein jetziges Tätigkeitsfeld, danach hast du ja auch gefragt, hat viel mit meiner beruflichen Wieter zu tun.

00:03:28: Ich habe fast fünfzehn Jahre lang in verschiedenen Bereichen der Behindertenhilfe gearbeitet vom stationären Schwerstmachfachbehinderten bis in den ambulanten Bereich und fand da einfach diese Schnittmenge Digitale Bildung, einfache leichte Sprache bei ihrer Freiheit.

00:03:45: Wie kann man das vermitteln?

00:03:46: Wie müssen Angebote gestaltet sein und so unheimlich spannend?

00:03:51: Und das ist eigentlich auch die Schnittmenge, an der ich mich ja eigentlich jede Woche bewege.

00:03:56: Ich bin bei uns in der Arbeit hauptsächlich und ganz viel in den Einrichtungen vor Ort also in der Einliederungshilfe, in ganz verschiedenen Bereichen der Einlederungshilfe gebe da Workshops zum Thema Medienkompetenz mit all seinen Facetten, also von den ersten Schritten über Social Media heutzutage bis zur KI.

00:04:16: Und wenn wir zusammen Projekte machen, Felix und ich meistens den Part.

00:04:20: Dass sich eben vor Ort die Kommunikation, den Austausch und das Testing mit den Zielgruppen moderiere Begleiter- und Auswärter.

00:04:29: Genau!

00:04:29: Das ist so meine Aufgabe.

00:04:31: Genau,

00:04:32: vielen Dank.

00:04:33: Ja, Felix... Da schieße

00:04:34: ich mich gleich an.

00:04:36: Ich wusste ein bisschen, bin etwas erkältet.

00:04:39: Ich versuche möglichst wenig Hustern auszukommen.

00:04:43: Sebastian hat ja gerade schon erzählt, was wir alles so tun und wir feiern das auch immer auf drei Ebenen auf und sagen auch unser Motto ist digital lernen für alle.

00:04:52: Und damit sind wir gestartet vor acht Jahren als wir uns kennengelernt haben.

00:04:55: also wir machen es seit acht Jahren jetzt.

00:04:57: und das eine ist natürlich Alle Menschen, das Digitale erlernen sollen.

00:05:01: Und das ist das was Sebastian gerade beschrieben haben, dass man wirklich schaut wie geht inklusive Medienarbeit?

00:05:05: Wie geht Medienpädagogik ein einfacher Sprache?

00:05:08: Wie gibt es vielleicht für Zielgruppen die noch gar keine medienpädagorische Angebote wahrnehmen können.

00:05:13: Das zweite und da komme ich dann viel auch ins Spiel ist, dass wenn wir die Kompetenzen haben in der digitalen Welt mitmachen zu können.

00:05:21: Dann wäre es ja auch super, wenn wir damit lernen können also das digital gestützte Lernen für alle.

00:05:27: Da entwickeln wir ganz unterschiedliche Projekte dazu vielleicht später noch mehr.

00:05:32: Und das dritte ist, Dass wir auch das Ganze als lebenslanges Lernen sehen weil Digitalisierung hat nicht nur auf mit KI, da kommt auch mehr Und Social Media haben wir auch noch nicht verkraftet.

00:05:44: Das heißt, wir müssen uns eigentlich die ganze Zeit damit beschäftigen Auch als Organisation und da begleiten wir auch... Da bin ich auch viel in Coaching unterwegs.

00:05:51: Wie kann man wirklich menschennah und werteorientiert digitalisieren?

00:05:55: Und zumal im Hintergrund bevor ich den Sebastian kennengelernt habe und dann in diese Richtung gegangen bin mit ihm zusammen.

00:06:00: Ich habe Computer Spiel entwickelt!

00:06:04: Ich war Game Designer also ich komme eher aus der Software-Entwicklung Computer-Spiele entwickelt für die gängigen Konsolen und wollte dann aber mit Menschen arbeiten.

00:06:15: Deswegen habe ich mich für den Bereich mit dem Pädagogik interessiert.

00:06:18: Sehr spannend, also Konsole ist ja auch cool.

00:06:21: Also Computerspiele bestimmt auch kein schlechtes Thema.

00:06:25: Ja erstmal Katja hallo dich hab ich heute auch noch nicht begrüßt, diesmal ist es mir auch passiert.

00:06:31: Mach nichts!

00:06:33: Ich bin auf jeden Fall auch dabei und bin nur ganz gespannt zu.

00:06:37: Alles gut?

00:06:38: Ja,

00:06:38: wundervoll!

00:06:39: Dann starte ich doch einfach nochmal jetzt so mit einer ersten Frage.

00:06:43: Weil ich glaube es ist ganz interessant für unsere Zuhörer mal zu hören wie kommt das eigentlich zu dem Namen Erdmännchen und Bär?

00:06:53: Und was für eine Geschichte steckt vielleicht auch dahinter?

00:06:57: also wir haben angefangen damals noch aus einem Studium an Heidelberg haben wir gemeinsam im Jahr e-Learning und Medienbildung studiert und hatten den Trick, dass wir uns in die Uni... Wir haben natürlich kein Büro.

00:07:08: Das war ein Semesterprojekt.

00:07:10: zu dem Projekt kann man auch etwas erzählen.

00:07:13: Und wollten aber gleichzeitig irgendwie einen Unternehmen ein Projekt draus machen und es braucht natürlich einen Namen.

00:07:21: In meinem Freundeskreis kennt man vielleicht das Spiel, dass man sich Tiere zuordnet nach dem Charakter.

00:07:28: Da war ich immer das Erdmännchen und das Sebastian war dann auch schnell gefunden, nämlich als Bär.

00:07:34: Und damit haben wir in der Woche quasi ... Das ausprobiert.

00:07:38: davor hat es noch ein paar andere Namen gegeben die irgendwas mit digitaler Bildung usw.

00:07:43: zu tun hatte.

00:07:44: aber das wollten wir alles nicht sondern wollten irgendwie einen Namen der irgendwie auch zu uns passt und der vielleicht auch ein bisschen, ja, der einfach irgendwie merkenswert ist.

00:07:53: Ein bisschen anders?

00:07:54: Ja, ein bisschen anders vielleicht auch.

00:07:57: Und dann haben wir den nicht mehr geändert.

00:07:59: und ja mittlerweile war das auch ein gutes Ergebnis, weil den merken sich viele Menschen.

00:08:03: Wir sind ja nicht nur noch wir zwei, wir haben auch einen Team von freien Mitarbeiterinnen oder ständische Hilfskräfte die uns unterstützen und haben da ganz viele Tiere dazu bekommen vom Walheil übers Rotkehlechen Schnee, Lux und so weiter.

00:08:19: Alles schon dabei gewesen, genau.

00:08:21: Lustigerweise auch die

00:08:23: Arbeitsweisen...

00:08:24: Schildkröte?

00:08:25: Genau natürlich!

00:08:27: Die Arbeitsweise spiegelt sich auch wieder.

00:08:31: Ich mache viel des Projektmanagement, guck also nach den Tieren in den Löchern und bin zu Hause.

00:08:35: und Sebastian ist als Bär in ganz Deutschland in den Workshops unterwegs alleine und zieht durchs Land wie der Bär auch.

00:08:42: Der hat ja kein Territorium, der sieht immer gerade aus.

00:08:45: Also es ist ganz lustig, dass sich das da auch widerspiegelt.

00:08:48: Kann man ganz gut erzählen ja?

00:08:49: Ja, spannend!

00:08:52: Ist aber nicht so, dass wir da gesessen wären und gesagt haben okay, das Erdmännchen kümmert sich im Projektmeand findet der Berger Wander durch Deutschland sondern das ist dann eher so.

00:09:01: irgendwie ist der Name zu uns gekommen.

00:09:03: und jetzt diese Analogien zu den Tieren.

00:09:06: Es hat sich danach gehalten.

00:09:08: vielleicht könnte man dem Kontext von Schicksal sprechen und sagen Dann sollte es vielleicht einfach so sein.

00:09:12: Aber das Gute dass man ja auch einfach klar, wie jedes andere Unternehmen auch Akquise machen muss und sich vorstellt auf Fachtagen und allen möglichen Gelegenheiten.

00:09:24: Und dann viele schon gesagt haben wissen Sie ich bekomme fünfzig Mails am Tag und forty-fünfzig davon lese ich nicht.

00:09:29: aber ich musste bei dem Namen wenigstens kurz mal stehen bleiben.

00:09:32: also dieses etwas anders hat uns schon ab und an mal genutzt jetzt endlich auch den Steuerberat überzeugt.

00:09:41: vielleicht habt ihr euch ja auch schon identisch.

00:09:44: Hört man mich noch?

00:09:45: Ja, ja.

00:09:46: Ah gut!

00:09:47: Vielleicht habt ihr euch auch schon identifiziert mit eurem Namen so sehr dass er euch ganz angepasst hat, wer weiß.

00:09:53: Wirklich.

00:09:54: Was

00:09:55: war zuerst das?

00:09:55: Erdmännchen oder ich?

00:09:59: Ja, was kann man sagen?

00:10:00: Was war denn eigentlich so eure erste Begegnung mit Inklusion und Medien.

00:10:05: Also da gibt es ja auch das Wort Diklusion.

00:10:09: Vielleicht könnte das ja auch noch mal erklären, weil ich glaube dass viele Zuhörer auch gar nicht wissen, was Diklusion eigentlich bedeutet.

00:10:16: Ich glaube das ist nicht so ein gängiges Wort.

00:10:20: Genau.

00:10:20: aber wie war so eurer Erste Begegnung?

00:10:22: könnt ihr euch dann noch erinnern wir da eben gerade in Medien und Inklusion

00:10:29: Uns persönlich oder als Erdmeerchen bei diesen?

00:10:33: Ja, das ist die Frage.

00:10:36: Also vielleicht ja jeder persönlich von euch sozusagen, wo ihr das erste Mal da überhaupt euch miteinander gesetzt habt.

00:10:47: Bei mir liegt so ein bisschen der Grundstein in dieser persönlichen Wiede und dem doch schon längeren Weg in der Behindertenhilfe.

00:10:57: Also da war der Kontakt zum Thema Inklusion halt schon deutlich früher gelegt, ich habe in der Schulzeit schon angefangen über Praktika zu arbeiten in diesem Bereich.

00:11:10: Und das Digitale kam sicherlich am Passant, würde ich mal sagen, so ein bißchen mit weil private Affinität irgendwie auch habe und das immer spannend fand.

00:11:20: Und wir ja noch zu der Generation gehören Felix, ich auf jeden Fall die Grundschule funktioniert dann noch komplett telefonfrei beziehungsweise das Telefon bei uns hatte eine Wegescheibe.

00:11:36: zu Hause Gab's irgendwie so fünf Jahre gefühlt, die alles in der Gymnaseerzeit oder in der Oberstufe umgedreht haben.

00:11:48: Heute ist es der absolute Standard, dass man ein Smartphone in der Tasche hat und ich glaube, ich fand das dann einfach spannend als ich den ersten Zügen erlebt habe wie natürlich die Menschen, die ich mit meiner Arbeit begleitet und unterstützt hab da auch Einfach Interesse ranfahren und es irgendwie auch spannend waren.

00:12:11: Und das natürlich wahrgenommen haben, ich glaube da gab's so die ersten Beruhungspunkte einfach in der Arbeit und dann hat man aber oder habe ich einfach immer oft gesehen dass Also entweder gab es da ein Interesse und dann hat man sich vielleicht irgendwie was angeeignet oder mitbeschäftigt.

00:12:33: Aber so von den Bildungseinrichtungen, auch von den Einrichtungen der Sozialwirtschaft wurde dieses Thema einfach nie aufgegriffen oder ganz oft dann so ein bisschen mit der Hand abgewiesen.

00:12:44: Na ja nie!

00:12:44: Das ist jetzt hier nichts für uns oder unsere Leute, das sind dann so Sätze die man öfter mal hört... hat sicherlich einfach ein Stück weit auch mit Berührungsängsten zu tun, die man dann da halt projiziert und transportiert.

00:12:59: Und das fand ich immer irgendwie total schade.

00:13:00: Also es war sozusagen die... Da ist sicherlich die Initialzündung, da könnte man vielleicht mal irgendwas machen mit der ersten Berührung irgendwie einhergegangen.

00:13:08: Dann hat sich zum Glück in dem Treffen mit Felix gegenseitig bewohrtet, könnte man sagen?

00:13:14: Ja

00:13:15: cool!

00:13:16: Ja und ich werde es persönlich vielleicht kommen eher dann aus diesem Medien- und Digitalgeschichte, aber ich habe es auch im privaten Umfeld sehr viel mit dem Thema zu tun gehabt.

00:13:27: Ich war ja schon recht früh in einem Freundeskreis wo viele Sozialarbeiter geworden sind, Heilpädagogen oder Lehrer, auch in SBBZ also in verschiedenen Einrichtungen die sich mit Inklusionen oder Menschen mit Beeinträchtigung... In dem Feld sich bewegen.

00:13:47: und ich war immer so ein bisschen der Außenstehende, aber ich war so der Mediantyp.

00:13:51: Aber natürlich immer mit gemeinsamen Events Musik und so weiter, dann immer dabei.

00:13:55: Und das erste Mal war es auch schon im Bachelorstudium damals noch im Thema Computerspiele.

00:14:01: Da wollten wir einen Spiel machen für die Bewegungsförderung von Menschen mit einer zerrepralen Störung um bewegungssteuerungen.

00:14:09: ganz schön in.

00:14:10: Das hat damals nicht geklappt.

00:14:12: Dann war das Thema ein bisschen weg.

00:14:14: aber im Gaming ist Barrierefreiheit inklusion ein Riesenthema.

00:14:18: Da gibt's ganz viele Möglichkeiten da gibt es auch ganz viele Communities, in Deutschland zum Beispiel auch Gaming ohne Grenzen.

00:14:24: Da kann man einfach noch als Tipp nennen.

00:14:27: Das Spieleradgeber NRW macht auch ganz viel für Inklusion und auch ein einfacher Sprache.

00:14:33: Und deswegen war das eigentlich schon immer so ein Thema.

00:14:36: aber dass man dahin wieder gingen war dann die Initialzündung durch den Sebastian, durch ein Semesterprojekt.

00:14:44: genau

00:14:45: Das war dann so der Schlüsselmoment, dass ihr sagt okay das wird eine Firma oder...

00:14:51: Es lohnt sich darüber nachzudenken was zu tun.

00:14:54: Also wir wollen etwas tun.

00:14:55: vielleicht ist das eher die Führung?

00:14:58: Wir sind ja zum Glück über das drüber nachdenken hinausgekommen.

00:15:01: aber eigentlich war es ein bisschen die zugrunde laken Forschungsprojekt was wir gemacht hatten zwei siebzehn Und ich hatte, sage ich mal, geunkt und die Forschungsergebnisse so erwartet.

00:15:17: Aber wir haben halt einfach recherchiert.

00:15:19: was ist denn auch ein bisschen mit dem Anspruch State of the Art?

00:15:23: Also jetzt nicht okay.

00:15:24: eine technisch barrierefreie heißt ja in vielerlei Verständnis dann wirklich nur die Technik aber zum Beispiel nicht das Design des Aussehen.

00:15:31: oder Felix hat es gerade schon gesagt der kommt natürlich vom Gaming her mit einem ganz klaren Unterhaltungsgedanken also Soll ja auch Spaß machen.

00:15:39: Da soll was dabei sein, Gamification und

00:15:42: Co.,

00:15:42: also gibt es ja alles im Lernen oder der Medienpädagogik natürlich auch.

00:15:47: Und da war die Recherchefaser halt sehr schnell vorbei weil da gab's dann zwei drei Leuchtturmprojekte in Deutschland mit denen wir uns relativ schnell connectet hatten und mit denen uns enthalten sogar bis heute noch eine kleine Freundschaft verbindet.

00:16:01: Einige davon gibts leider einfach nicht mehr, weil wenn der Fördermittelhahn zugeht... Manchmal einfach auch das Projekt dann sinnbildlich stirbt, was ja irgendwie schade ist.

00:16:13: Aber wie gesagt bis auf zwei drei Sachen haben wir damals nichts gefunden und ich glaube da war dann so das Ding okay.

00:16:18: hey mit dieser Kombination aus dem Insight sage ich mal in die Einliedungshilfe rein ok?

00:16:24: Da ist Bedarf weil wir müssen diese Informationen irgendwie ein leichter Sprache aufbereiten damit auch wir Menschen zugänge erschaffen können.

00:16:34: Und eben, wie gesagt dem Hintergrund von Felix und dann hat sich das so entzündet und er sagt okay da nicht nur wir müssten mal drüber nachdenken sondern wir müssen da irgendwie was machen und da kommen jetzt sicherlich die beiden verschiedenen Arbeitsweisen ins Spiel weil ich wäre dann glaube ich gerne der gewesen der sofort losgelaufen wäre wie Felix vorhin schon so schön die Analogie des Beeres Gebracht hat und gesagt, wir machen gleich was.

00:16:56: Und Felix hat mich dann wie vorhin schon gesagt vier Monate in die Heidelberger Universitätsbibliothek verbannt.

00:17:02: mit vielen kleinen gelben Zetteln gibt es Ganz ganz legendäre Bilder, wie viele da sitzen und die halbe Bibliothek mit irgendwelchen Ideen vollkleben.

00:17:11: Und ich habe ihn... Also naja meine Sympathien in dieser Zeit ihm gegenüber sind so ein bisschen gesunken.

00:17:17: heute kann ich es aber sehr gut nachvollziehen.

00:17:19: Du

00:17:19: klebst heute auch immer noch Zettel?

00:17:22: Ich wollte gerade sagen, ich kleb die Zetteln noch und bin heute einfach sehr froh darum dass wir, wie Felix schon gesagt hat erst mal dann doch ein bisschen drüber nachgedacht.

00:17:31: Wie macht man das?

00:17:33: weil das natürlich in dem Geschäftsbereich auch nicht ganz so einfach ist und einfach viel von Förderungen an den richtigen Stellen abhängig ist.

00:17:43: Und dann glaube ich gar nicht schlecht war da, in Ruhe drüber nachzudenken und eben nicht nach einer Förderung des Projekts sterben zu lassen sondern wirklich zu gucken wie können wir das?

00:17:52: Wie können wir dieses Thema wirklich entwickeln?

00:17:54: Da könnte ich jetzt gleich ein Ende... Du hast ja nach der Diklusion gefragt.

00:17:57: Das passt ja eigentlich ganz gut, weil nämlich der Ursprung war nach diesem Projekt.

00:18:04: Es waren ein Trainingsmodul in leichter Sprache um das noch kurz einzurordnen.

00:18:09: für die Stadtführung in Leichtersprache in Heidelberg auch eine Empfehlung sich das mal anzuschauen.

00:18:13: also nicht das Tricks-Modul sondern die Führung in leichter Sprach mit Geiz mit einer kognitiven Einschränkung oder Menschen mit einem Bedarf leichter sprache die durch die Stadt führen.

00:18:22: Und die Recherche hat halt ergeben, da gibt's nichts.

00:18:25: Wir haben gesagt ne dann muss es ja was geben weil soziale Teilhabe.

00:18:29: wenn ich heute in der Gesellschaft teil habe dann muss sich an der digitalenisierung teilhaben.

00:18:33: so Und dafür lohnt es sich irgendwie, sich aufzumachen.

00:18:39: Da war der erste Gedanke, wir wollen uns da aufmachen und das machen.

00:18:42: Die Firma kam später.

00:18:44: Wir sagen Erdmännchen, wer gibt's acht Jahre?

00:18:46: Die Firma gibt's seit sechs Jahren weil wir das erst als Freiberufler quasi aufgebaut haben.

00:18:50: Weil wir nicht gedacht haben dass wir davon leben können.

00:18:52: aber wie gesagt haben ist es wer... da jetzt irgendwie weiterzumachen.

00:18:57: Dann kam Corona und der Bedarf wurde sichtlich, davon mussten wir viel Überzeugungsarbeit leisten, dass dieser Fakt eine digitale Teilhabe ist, soziale Teilhage.

00:19:07: Jetzt ist da ein Verständnis dar, leider durch die Pandemie aber heute...

00:19:13: Für uns dann doch ganz okay!

00:19:14: Genau dadurch

00:19:15: konnten wir quasi gründen und wir haben uns für eine Firma auch entschieden damit es halt ohne Projekt Erförderung und so weiter für uns funktionieren kann, um eine Langfristigkeit haben kann.

00:19:26: Und Deklusion ist einfach ein anderer Begriff... Den nutzen wir jetzt zum Beispiel nicht.

00:19:33: So viel, wir sagen eher digitale Teilhabe weil das nochmal diesen Prozess abbildet und digitale Inklusion bezieht sich halt sehr auch dann auf den Inklusionsbegriff.

00:19:46: da ist aber auch für uns quasi der Ursprung wenn man so möchte nämlich das Ziel dass alle Menschen gleichwertig an der Gesellschaft teilhaben können.

00:19:54: Das heißt nicht alles ist für alle gleich das wird manchmal ein bisschen verwechselt sondern jeder kann mitmachen oder findet einen Angriff das zu dem jeweiligen Bedarf passt.

00:20:03: und die Klusion sagt dann halt, dass geht nicht nur im Analogen sondern in der inklusiven Welt heißt es.

00:20:09: Das geht auch in den digitalen.

00:20:10: Ja

00:20:12: wunderbar okay also Ich kenne euch ja durch Annette.

00:20:17: Also, Annette hat viel Werbung ... Nein!

00:20:19: Hat viel erzählt und ich bin auch treue Followerin von eurem Insta-Kanal holen mir da immer richtig gute Ideen.

00:20:29: oder ahja, stimmt, da war was Und das ist immer sehr hilfreich.

00:20:35: Und hier in ... ich sitze ja in der Nähe vom Chiemsee Und wir haben jetzt letztens auch eine Veranstaltung mit dem Themen Schwerpunkt Inklusion.

00:20:50: Da waren natürlich Menschen mit Behinderung dabei, Aber was dann rauskam oder was, was ich ein bisschen traurig finde.

00:20:59: Die haben auch gesagt ja aber müssen wir immer noch über dieses Thema reden also müssen mit immer nur über Inklusion reden Veranstaltung dass die Ein bisschen weiter denken das Gebärden Mitgenommen werden das vielleicht eine Rampe gebaut werden muss oder dass diese Hörhilfe diese Schleife für die Jetzt hätte ich bei einem Mikroskop gesagt, aber für die Hörgeräte.

00:21:27: Warum ist es ... Wir reden immer so viel von Inklusion und wir reden mal so viel darüber.

00:21:36: Wie seht ihr das?

00:21:36: Ist Deutschland hinkt Deutschland auch hinterher?

00:21:42: Letztens von der UN erst wieder gerügt dafür ja, dass Deutschland ein bisschen hinterherhängt.

00:21:48: Ein

00:21:49: bisschen Anführungszeichen.

00:21:50: Sebastian, aber du wolltest gleich was sagen?

00:21:54: Also du darfst gerne... ich will nicht wirklich ausbremsen.

00:21:57: Was heißt hinterher?

00:21:58: Das ist natürlich einfach immer so eine Frage der Perspektive.

00:22:01: also um die Frage direkt zu beantworten müssen wir das immer wieder sagen und dann muss man leider sagen ja Also ja, ihr müsst das sagen.

00:22:12: Ja auch allein dieses Ihr, ne?

00:22:14: Dass man das dann da irgendwo ja ihr müsst.

00:22:17: also wir müssen das eigentlich und wenn du uns jetzt doch unser Vision fragst, dann müssen wir diese Frage sicherlich nicht mehr stellen.

00:22:28: Also dann denken wir überall alle mit und bilden sie ab und ich glaube dass das für einfach schon Dieses Glück hatten, könnte man jetzt so sagen viel einige Projekte umsetzen zu dürfen die dann.

00:22:41: Mit Respektiv gezeigt haben hey das bietet auf einmal ein Mehrwert noch für ganz andere Zielegruppen.

00:22:47: Das wird viel größer.

00:22:50: Es ist ja ganz oft so dass das im Projekt gesagt wir machen es jetzt oder gibt's da eine Webseite?

00:22:54: Dann gibts jedes Video und so und Barrierefreiheit machen mal hinten.

00:22:57: Machen wir doch noch oder installieren euch einen Plug-in oder was auch immer.

00:23:02: Und Ich glaube wir konnten einfach glücklicherweise schon ein paar mal zeigen, dass wenn man von vornherein mit allen relevanten Zielgruppen ins Gespräch geht und diese Prozesse sehr partizipativ gestaltet dann muss man die Frage irgendwann nicht mehr stellen.

00:23:17: Wenn du so willst das was man heute sicherlich unter der Idee der gelebten Inklusion verstehen möchte aber es einfach schnauf gezeigt hat es öffnet sich doch wieder für viele Zielgruppe die vielleicht am Anfang so jetzt gar nicht intendiert waren.

00:23:32: Aber diese Frage kurz zu beantworten, ja muss man sicherlich und dann kommt es immer ein bisschen an.

00:23:39: auf die Perspektive.

00:23:41: also ich habe lange in dem Bereich gearbeitet eine absolut gelebte Inplosion, weil da wird vollkommen die Frage gar nicht mehr gestellt dass Menschen unterschiedlich sind und verschiedene Bedarfe und Unterstützung und Begleitbedarf wie auch immer haben.

00:23:57: Und in manchen Situationen mal auf den einen hier oder da gewartet werden muss oder es dem anderen nochmal erklärt wird oder oder oder sondern das ist da einfach das ist so Punkt also das heißt aus der Perspektive brauche ich dann sicherlich nicht mehr fragen.

00:24:11: aber man bewegt sich ja in vielen anderen Stellen, in Settings und spricht mit Leuten, wo man merkt, okay also wir haben noch richtig.

00:24:21: Da hat's die UN noch freundlich formuliert weil hier ist noch richtig was zu tun.

00:24:25: Also es sind immer so ein bisschen die Frage von wo man guckt.

00:24:28: aber bei einer breiten Wahrnehmung würde ich dann doch schon sagen Ja da ist schon noch

00:24:32: Baustelle.

00:24:33: Flucht, ja.

00:24:34: Genau!

00:24:35: Ja okay gut haben wir das diplomatisch formuliert.

00:24:39: Also Annette und ich sind ja viel in Kindergärten unterwegs und jedes Kind ist halt anders und da finde ich muss sich auch einen kleinen kann ich schon immer wieder was machen.

00:24:55: Ich find das Thema auch super spannend und bin da auch unterwegs.

00:25:02: Aber das Öfteren muss man ja erklären, was man da jetzt genau macht.

00:25:06: Weil was ist denn jetzt inklusiv?

00:25:09: Was ist denn dann da anders?

00:25:11: oder wenn es dann darum geht... Das Tablet hast du auch erklärt!

00:25:17: Also das eine iPad hat so viele Bedienungshilfen darin die schon super sind auch schon für ... Ich nehme auch noch Senior-Innen mit dazu, damit sie Teil haben können an der digitalen Welt.

00:25:33: Und wenn Sie das wissen würden, wäre das viel einfacher für die Menschen.

00:25:40: Aber wenn du jetzt gefragt werden würdest von einem kleinen Kind, sagen wir mal Grundschülerin was du machst so ganz kurz?

00:25:52: Warum es dich gibt also diese Firma Erdmännchen und Behr Und was so dein Sinn und Zweck ist, ein Mini-Pitch für Grundschule.

00:26:04: Was würdest du ihnen sagen?

00:26:05: Warum es so wichtig ist?

00:26:08: Das würde ich jetzt gerne von dir hören, Felix!

00:26:10: Sein

00:26:11: Tochter hat es doch letztens auch.

00:26:13: Ich wollte gerade sagen, weil ich musste den... Wir

00:26:15: haben eine Definition!

00:26:16: Ja.

00:26:16: Ich habe ne Grundschülerin zu Hause aber deswegen fände ich's jetzt grad.

00:26:21: Ich find' sehr spannend.

00:26:21: Ja,

00:26:22: gut, genau.

00:26:23: Aber ich bin ja immer auf der anderen Flügel dadurch dass sich so viel Beratung und Coaching macht.

00:26:27: Aber für einfach alle dürfen alles digital machen Und es geht leider noch nicht.

00:26:35: Es gibt Menschen, die nichts sehen können und die müssen sich's vorlesen lassen können und das muss dementsprechend gestaltet werden, dass man das machen kann.

00:26:46: Ich würde dann immer den Tipp geben wenn man selber machen möchte weniger ist mehr.

00:26:50: Ja!

00:26:51: Das scheitert oft daran... Ich würde jetzt vielleicht den Grundschulkind nicht mehr erklären, aber es scheidet oft daran.

00:26:59: Deswegen habe ich vorhin das nochmal betonen mit dem Gleichwertig, dass man alles für alle gleich machen möchte und unbedingt ganz viel.

00:27:09: machen wir, versuchen immer die Sachen klein zu machen.

00:27:11: Großzudenken am Anfang mit ganz vielen Zielgruppen.

00:27:14: was wären so die verschiedenen Kickwinkel wenn jemand nicht sehen kann?

00:27:17: Wenn jemand nicht hören kann, wenn jemand das vielleicht nicht versteht.

00:27:21: Vielleicht braucht auch jemand aber möchte doch eine komplexe Sprache gibt es dann eine Unterscheidung.

00:27:26: das alles mal zusammen und das braucht Zeit.

00:27:30: Aber dafür wird dann das Ergebnis vielleicht weniger aber qualitativ hochwertiger weil viele Menschen verschiedene eine Anklüpfungspunkte haben und so weiter.

00:27:39: Und ich glaube, daran scheitert leider Inklusion auch oft weil wir halt in der Gesellschaft leben die eigentlich mehr Quantität möchte.

00:27:46: Und Inklusion erfordert eigentlich eher Qualität und dafür dazu mehrere Blickwinke auf die Qualität.

00:27:53: Ja da komme ich auf... Ich glaub das war euer Projekt von der BLM diese Seite leicht erklärt.

00:28:00: Das haben wir zusammen mit der BLN gemacht.

00:28:02: ja

00:28:03: Die empfehle ich auch immer wieder.

00:28:05: Und

00:28:05: ... Ich finde, bei uns ist es so, oh ja, das ist einfache Sprache und das brauche ich gar nicht.

00:28:14: Dann muss man den Zusatz immer noch, aber wenn ihr einfache sprach, dann habt du's viel schneller drauf!

00:28:19: Das ist ein Vorteil für euch.

00:28:20: Also, ich muss jetzt nicht irgendeine Behinderung oder irgendwas die Deutschsprache nicht können.

00:28:28: Es ist für die Allgemeinheit auch sehr praktisch.

00:28:31: Und irgendwo hab ich dann mal gelesen, also unsere Definition von einfacher Sprache ist halt mehr auf das Defizit, glaube ich verlagert und irgendwo kann es sein Japan oder so, die haben das irgendwie als Vorteil eigentlich verkauft und da ist die Akzeptanz wesentlich höher.

00:28:56: Ich glaub Schweden war auch ziemlich weit vorne

00:28:59: mit...

00:29:00: Amerika auch zum Beispiel, jetzt gar nicht in der Alltäglichen Inklusion.

00:29:04: Die haben ja keine Wohlfahrt

00:29:05: usw.,

00:29:06: das funktioniert hier in Europa auch in Deutschland besser.

00:29:10: Sagt man die Sozialstrukturen und Unterstützungstruktoren aber im digitalen Raum waren die bis auf die aktuelle Administration da geht gerade leider sehr viel kaputt.

00:29:19: Aber wir sprechen immer von digitaler Barrierefreiheit und es klingt schon so, das muss alles frei sein, da gibt's Barrieren, das ist negativ und die müssen weg.

00:29:29: Und in Amerika aus dem Raum, die da wirklich sehr, sehr weit sind, die sagen Accessibility-Zugänglichkeit.

00:29:36: Wir müssen neue Zugänge schaffen und da ist es eine Disziplin vom Design wie Nutzerfreundlichkeit, Accessibility ist Accessibility eine Designphilosophie für viele, die so in diesem Design-Aspektor eher amerikanisch orientiert sind.

00:29:53: Da wird es selbstverständlich mitgegangen weil das geht um Zugänge nicht um alle Barrieren abzubauen.

00:30:00: Was da aber spannend ist natürlich auch wieder so eine Perspektivfrage.

00:30:03: Aber wie du schon sagst genau Du hast hier vielleicht doch ein bisschen traditionell wie auch immer eher so diese etwas defizitäre Orientierung Und das ist dann aber einfach, es steht immer im Kontrast zu dem Erleben.

00:30:19: Also du hast einmal das, wo du sagst, du empfiehlst jemand diese Seite und sagst sie sind einfache oder leichte Sprache?

00:30:25: Dann kommt dieser angelernte Reflex... Na ja, das brauche ich nicht!

00:30:33: Und du sagts natürlich hinterher, hey, aber irgendwie würde ich auch eine Chance.

00:30:37: Aber wir sehen eben im erleben oder in der Umsetzung.

00:30:42: Also Felix Matsvorn angerissen, wir arbeiten auch viel in der Kultur also mit Museen zu diesem Thema wie man eben da auch diesen dieses ganze Thema Vermittlung in der Kultur öffnen kann und hatten dann nicht zuletzt öfter schon die Rückmeldung dass wenn wir eben zum Beispiel ein Format wie einen Flyer eine Begleitung zu einer Ausstellung wie auch immer ein einfacher Sprache entwickelt haben mit denen eben nicht empfohlenerweise.

00:31:12: Hier nehmen Sie unsere Anleitung und einfache Spaß, sondern lag einfach neben allen anderen mit auf dem Flyer-Ständer!

00:31:19: Und dann sagen die auf einmal, wir mussten noch nie so oft nachdrucken.

00:31:22: Das nehmen alle und das ist das was ich vorhin meinte.

00:31:25: Das ist gar nicht die intendierte Zielgruppe aber auf einmal wird es dann doch größer und viel spannender wäre eigentlich die Leute wenn sie dann auf dieser Medien leichtzeitig will jetzt gleich hochjubeln.

00:31:37: natürlich sind wir stolz drauf und arbeiten da total gerne mit der BLM zusammen und freuen uns dass wir das machen können.

00:31:43: Da gibt's natürlich viele andere tolle Beispiele auch für Aber Einfach mal danach zu fragen.

00:31:49: Und dann würde ganz oft erfahrungsgemäß sein, das war ganz einfach.

00:31:53: Ich habe das ganz schnell verstanden und dann ist dieses dieses Defizitäre auf einmal weg und ich hatte nämlich den Vorteil erkannt für mich und vorher hat es so diesen Stempel einfache Sprache brauche ich nicht und dann hab' ich's mir aber vielleicht auch ohne diesen Stempel mal anguckt und merkt an ach mmh okay und ich empfehle jetzt doch mal hier weiter und also du hast den den Seniorenbereich Ähm, angesprochen von schon kurz.

00:32:16: Das ist tatsächlich auch etwas was wir schon öfter gehört haben das Sachen die dann irgendwann in Projekten mal entstanden sind oder so auf einmal da auch im Einsatz sind.

00:32:23: ne weil es dann eben auch da wieder ganz ganz dankbar ist.

00:32:26: aber ja es ist schade dass es eigentlich diesen diesen diesen Stempel oder dieses Branding wie auch immer hat.

00:32:33: aber das spielt eben auch mit dieser Wahrnehmung für Inklusion.

00:32:37: ich glaube das ist alles so eine Melange an Eindrücken.

00:32:41: Es geht aber auch in die andere Richtung.

00:32:42: Ich hatte letztens eine Zusammenarbeit mit einem Museum, wo es um den digitalen Medien-Guide ging und da gibt's komplexe Sprache, einfache Sprache und leichte Sprache.

00:32:51: Medienleicht erklärt das ja auch in leichter Sprache.

00:32:53: also zertifizierte Version muss quasi geprüft werden damit dass heißt dies wirklich leicht und die einfaches Sprache können wir definieren dann gibt es auch eine Dienorm.

00:33:01: aber das führt jetzt zu weit.

00:33:03: Aber wir können jetzt hier sagen wir benutzen keine Lebensätze Das wären nicht einfache sprachen Die bieten alles drei an.

00:33:08: Und dann war aber auch wie bieten wir das den Besucherinnen an.

00:33:11: Und da waren wir dann auch so im Design Workshop und haben gesagt, wenn wir dann am Anfang sagen komplex und einfach, dann werden wahrscheinlich alle BesucherInnen einfach anklicken!

00:33:23: Das gefällt dann wiederum den Kuratorinnen nicht.

00:33:25: Deswegen müssen wir da überlegen wie nennen wir die komplexen Sprache?

00:33:28: Ist es Alltagssprache?

00:33:32: Es

00:33:33: geht auch in die andere Richtung.

00:33:35: Ja wir haben ja bei der BLM sind wir Referentinnen, die Katja und ich.

00:33:40: Und da können ja auch die Einrichtungen dann auch Vorträge in einfacher Sprache buchen.

00:33:47: also bisher ist mir das noch nicht untergekommen aber ich glaube ich habe demnächst mal einen.

00:33:53: Ich bin mal gespannt weil ich bin mir auch nicht sicher ob ich das alles so... ob ich das in meinem Redefluss dann so beherrsche.

00:34:01: Das ist so das, keine Ahnung!

00:34:03: Aber

00:34:04: da kann man ja sein Publikum aktiv einbinden und kann sagen es kann ja sein dass mir mal einen Fachwort rausrutscht aber dann weißt mich doch drauf hin dann kann ich es euch versuchen an einfacher Sprache zu erklären.

00:34:13: also da muss man muss sich ja nicht auf seine eigene Zunge stellen sondern als ich mach das zum Einstieg in die Workshops aus ich sage hey Leute ich rede manchmal ein bisschen schneller sagt mir Bescheid ich erkläre sehr gerne Sachen dreimal auch kein Problem und wenn wir eine Pause brauchen dann machen wir eine.

00:34:28: Aber also da kann man ja von Anfang an das Publikum, sage ich mal sensibilisieren und es ist dann natürlich immer noch das auch vollkommen klare Hemmschwelle aus dem Publikums zu sagen Ich habe das nicht verstanden Ja, definitiv.

00:34:41: Das ist

00:34:41: auch schwierig und man weh sich da jetzt ja auch nicht irgendwie outen oder so.

00:34:46: also kennen wir ja selber vor Lesung letzte Reihe, ich habe jetzt sie alles noch gut dann in einer halben Stunde gibt es Mitteressen.

00:34:52: Also ist ja niemand vorgefeilt.

00:34:54: aber man kann halt versuchen auch da sage ich mal die Eintrittsschwelle so niedrig wie möglich zu legen und zu sagen hey Leute sagst du mir bitte wirklich das war überhaupt kein Problem?

00:35:05: Und dann kann man sicher sein Feedback ein bisschen einfordern.

00:35:09: Zusammen kommt man dann besser ins Ziel, genau.

00:35:11: Dann kann man sich auch besser auf die einstellen.

00:35:15: Ja gut.

00:35:19: Es ist ja immer barrierearm und inklusiv.

00:35:22: wie schaut es denn bei euch ganz konkret im Alltag bei den Projekten aus?

00:35:28: Gibt's da irgendwelche Tipps und Tricks, wie ihr diese zwei Schlagwörter dann auch umsetzt?

00:35:35: Wie gesagt, wir reden ja immer sehr viel darüber.

00:35:37: Aber was kann ich denn selbst auch schon tun im Kleinen damit ich barriereabend inklusiv bin ... Ich weiß, manche Veranstalter sind im ersten Stock.

00:35:49: Das hatten wir auch in Erdingen und wie kommen dann die Senioren da hoch?

00:35:53: Ja über die Bücherei mit dem Aufzug und dann darüber ... Aber was habt ihr denn so, dass ich das im Kleinen schon mitdenken kann?

00:36:05: Bis allererst ist sich davon freizumachen, dass es perfekt sein muss von Anfang an geplant.

00:36:11: Sondern dass man Mut zu Lücke hat!

00:36:13: Das heißt nicht, dass man jetzt irgendwie sagt okay dann denke ich da nicht drüber nach.

00:36:17: Aber wenn wir sagen wir wollen alle denken, dann wird nicht an alle denken können.

00:36:21: Das ist schon mal das erste.

00:36:23: Und dann quasi gibt es schon verschiedene Aspekte, an die man denken kann.

00:36:27: Das ist dann ganz unterschiedlich, ob man jetzt eine Webseite oder ein Medium entwickelt.

00:36:32: Ich glaube wir fokussieren uns mal eher auf medienpädagogische Workshops und so.

00:36:37: Dann kann man's glaub ich begriffiger machen, dass man einfach sich nochmal mit verschiedenen Zielgruppen ein bisschen auseinandersetzt und sagt was sind denn so die Bedarfe?

00:36:47: und dann sich überlegt, wenn jemand mit einem gewissen Bedürfnis kommt.

00:36:51: Zum Beispiel eine blinde Person die nicht sehen kann oder jemand mit einer Seebeeinträchtigung, mit einer Seeschwäche- oder Farbenblindheit funktionieren meine Powerpoint Folien dann?

00:37:03: Oder kann ich eine Alternative anbieten?

00:37:06: zum Beispiel wie Sebastian gerade am Anfang gesagt hat Ich frage Unterstützungsbedarf auch immer oder machen wir immer in Workshops am Anfang wenn wir irgendwas vorlesen sollen, dass man dann die Inhalte einfach verbalisiert oder Untertitel im Powerpoint kann man anschalten.

00:37:22: Dass man sich so viele verschiedene Zielgruppe quasi ein bisschen was überlegt da als Tipp das gibt es zwei Sinnesprinzip das alles was man macht quasi über zwei Sinne erfahrbar sein sollte.

00:37:33: also wenn ich etwas höre dann wäre's auch super wenn ich sehen kann sprich unter Titel zum Beispiel das kann man sich glaube ich ganz gut merken.

00:37:41: Und dann, wenn es in die Interaktion geht, dass man sich überlegt habe ich Möglichkeiten auch auf besondere Bedürfnisse zu reagieren.

00:37:51: zum Beispiel, wenn jemand nicht schreiben kann und die Aufgabe ist wir sollen jetzt hier alle etwas schreiben das man das vielleicht in der Gruppenarbeit auch machen kann So auch als zusammen, dass man einfach so ein paar alternative Handlungsoptionen anbietet.

00:38:04: Und dann vielleicht in der Planung weil man oft nicht alles absehen kann und das ist dann doch immer was komplexes ist machen wir es auf, dass wir ganz schnell einfach in die Ideenfindungen gehen mit der jeweiligen Zielgruppe und uns gemeinsam überlegen wo wollen wir denn eigentlich hin?

00:38:21: Und das eher im kleinen Schritten machen.

00:38:24: Ja gut sehr gut ja Also besser dann, denn perfekt.

00:38:31: Ja genau und das was Felix von sagt ist man lebt dann irgendwie in so einer Quantitätsgesellschaft.

00:38:38: hauptsache viel und ich glaube

00:38:41: wenn der gar nicht

00:38:41: schon gesagt dann wieder lieber wenig und qualitativ.

00:38:46: aber ich glaube auch das wichtigste ist von vornherein sich einfach zu sensibilisieren für so eine Diversität und einfach das einfach überhaupt erst mal zuzulassen.

00:38:56: Und dann eben zu gucken, irgendwie da einen Vertrauensraum aufzubauen wo Menschen vielleicht auch dann doch mal aus ihrer Haut gehen und sagen habe ich nicht verstanden kannst du mir nochmal erklären?

00:39:10: Also aber sich glaube ich selber vorher dafür zu sensibelisieren offen zu sein und eben auch offen dafür zu sein dass sagen ja klar Ich habe mir jetzt hier einen dreistündigen Workshop zurechtgelegt, der hat didaktisch alle möglichen Kniffe.

00:39:23: Das ist das allerfreienste!

00:39:25: Ihr habt da ewig einem Konzept, es ist auch so ein Ding.

00:39:27: Also bevor irgendjemand macht wird wochenlang eine Konzeption geschrieben.

00:39:32: also das haben wir von vornherein einfach nicht gemacht sondern sind sicherlich manchmal irgendwie auf die Nase geflogen.

00:39:39: aber gut das gehört irgendwie auch dazu.

00:39:41: da lernt man draus dann eben, wenn man nach der ersten Viertelstunde und dem Raum schon merkt okay ich kann meinen dreistündig sauberdesignten Workshop alles was ich im Studium gelernt habe über Medienpädagogik jetzt hier gerade in die Tonne klopfen sondern wir machen es so.

00:39:56: Also dann halt auch flexibel zu sein hat Felix eigentlich auch gerade schon gesagt und sagen ja ok ich hab irgendwie zwei drei wichtige Punkte im Kopf, die möchte ich euch heute einfach mitgeben.

00:40:07: Weiß nicht wenn wir jetzt in diesem Digital-Spektrum jetzt zum Beispiel mal wichtig Leute ihr müsst heutzutage wissen was sichere Passwörter sind.

00:40:15: Ihr müsst einigermaßen verstehen was ein Cookie macht weil das ist auf jeder Internetseite, was wird da gespeichert?

00:40:21: Wo kommen diese ganzen Spam-Mails her?

00:40:23: und es gibt einfach noch vier zu viele Leute die Passwort eins zwei drei für ein sicheres Passwort haben.

00:40:28: Aber dann habe ich... Und die gibt's übrigens auch in jeder Altersgruppe.

00:40:33: also das kann man nicht festmachen an denen oder denen sondern es geht durch die Breite hindurch gerade im Zeitveralter von KI und so.

00:40:40: aber Was ich damit sagen will, ist okay.

00:40:44: Ich habe dann irgendwie so meine zwei drei Punkte.

00:40:46: die möchte ich einfach setzen weil das finde ich wichtig und da gibt es einfach auch vier Materialen kann man das auch nachhaltig ein bisschen sichern.

00:40:52: aber vielleicht muss ich die anderen Sachen dann für den Moment Ad-Actor legen wenn ich weiß.

00:40:58: ok ich komme halt nur so und so dahin.

00:41:00: also ich muss ein bisschen flexibel sein und es funktioniert aber nur wenn nicht einfach sensibel für dieses Setting bin ich mich ein bisschen reflektiere und dann einfach dafür öffne.

00:41:08: Und da erlebt man einfach sehr oft, dass viele Menschen dann sagen ich habe jetzt hier aber mein tolles Konzept und das bringe ich jetzt aber komme was wolle durch und dann wird es halt manchmal dröge.

00:41:23: Empathie und ausprobieren.

00:41:24: Und das immer im Wechsel zuhören, wir leben auch im Zeitall der Social Media.

00:41:27: es gibt ganz viele Expertinnen in eigener Sache die posten über den Medienkonsum wie es ist zum Beispiel als Blindermensch oder als Mensch mit Fährschnittslehmung.

00:41:37: Es gibt die Verbände und der Verband für Menschen geht dankeschön genau gehörlosenverband da einfach mal schauen und sich so ein bisschen damit beschäftigen ungefühlt dafür zu entwickeln.

00:41:49: dann gibt's dann auch Richtlinien.

00:41:50: aber vorher muss ich halt immer wissen was will ich machen Für wen mache ich es?

00:41:53: Und dann probieren wir das einfach mal aus.

00:41:55: Ja, habe ich auch in einem Workshop schon gemacht!

00:41:59: Ich wusste auch nicht wer vor mir sitzt in diesem Wohnheim und ... Hab das auch erst mal reingespürt.

00:42:06: Ich hab natürlich meinen Vortrag mit gehabt und meine Workshop-Themen, dann habe ich gemerkt, oh ja da muss ich irgendwie was anderes.

00:42:16: Ja genau aber die Offenheit muss es dann einfach haben.

00:42:19: Und ich mein die ergibt sich... Das sitzt man jetzt hier irgendwie im Sessel und laudert darüber weil man das irgendwie seit acht Jahren macht.

00:42:26: Das weiß ich also das ergibt sich natürlich über vielleicht dann doch eine gewisse Erfahrung wenn man's ein paar Mal gemacht hat, das ist schon klar.

00:42:35: Aber da kann man einfach nur Leute oder eben in meinem Fall irgendwie die Fachkräfte vor Ort in der Eindiedungshilfe einfach nur ermutigen.

00:42:42: Ey leute nie ihr müsst jetzt nicht Konzept für so und so viel haben sondern ihr müsst das Thema einfach setzen und ein bisschen mal losgehen und dann findet ihr Material und Hilfen aller BLM & Co wo man sich leichte Infos holen kann und dann geht es schon weiter.

00:42:57: aber... Ganz oft ist es so verkopft, bis es dann mal losgeht.

00:43:02: Und das ist dann ... Schade und so bremst sich vieles einfach aus.

00:43:07: Deswegen dieser Mut, mal loszugehen zur Not, gegen die Wand zu laufen.

00:43:10: Mein Gott tut kurz weh!

00:43:12: Dann geht's aber weiter.

00:43:13: Das stimmt also... Meine Frage ist jetzt, wo stößt inklusive Medienpädagogik an ihre Grenzen?

00:43:20: Also ich hab auch das öfteren gehört, ach nee, das braucht sie ja nicht.

00:43:25: Du hast vorhin schon gesagt, ah nee, können unsere Klientinnen eh nicht.

00:43:33: Und dann habe ich gesagt, vielleicht können wir es mal ausprobieren?

00:43:37: Das weiß ich ja nicht!

00:43:40: Vielleicht ist die eine App doch interessant um Puzzle zu machen oder irgendwie zu wissen wie man das Tablet bedient oder einfach mal aus probieren und Da bin ich dann an meine Grenzen gekommen, weil ich eher der Typ bin.

00:44:00: Wenn ich es nicht ausprobiert hab, kann ich's nicht wissen und das ist für mich eine harte Schranke so gleich ohne ausprobieren zu sagen ... Nee!

00:44:12: Seid ihr irgendwo an Grenzen gestoßen mit eurem Thema schon?

00:44:18: Ja, also ich würde jetzt nicht sagen unter Daily Bases aber natürlich sehr regelmäßig klar.

00:44:24: Also ich glaube vieles und das ist auch so dahergesagt, aber vieles scheitert leider am System weil diesen Thema einfach nicht der Raum gegeben wird den es.

00:44:41: Also wenn ich jetzt, Felix hat es vorhin gesagt.

00:44:44: Wenn Deutschland weit unterwegs macht das gleich gerne gibt jede Woche irgendwie Workshops und so.

00:44:50: aber Ich weiß natürlich dass wenn ich Jetzt irgendwie zweieinhalb drei stündchen vormittags und dann nachmittags noch mal mit der einen oder anderen Gruppe verbringe Ich leg da keinen grundlegenden Schalter um, also dann mache ich mir jetzt keine Illusion.

00:45:03: Das ist schon klar!

00:45:05: Ich kann vielleicht zum Nachdenken anregen und etwas mitgeben und wenn es nächste Passwort vielleicht ein bisschen sicherer oder der andere Cookie mal abgelehnt wird, bin ich vollkommen fein damit.

00:45:20: aber... Also man bekommt natürlich die Fragen gestellt.

00:45:26: Ich kann jetzt immer nur aus meiner Arbeit sprechen, klar.

00:45:28: aber wenn man vor Ort in den Einrichtungen ist, der ist den ganzen Tag am Handy, der verschickt die und die Bilder über Whatsapp, der macht das und das auf TikTok, die hauen das und dass bei GbT rein.

00:45:41: Da kann ich jetzt mit einem dreistündigen Workshop noch so toll performen.

00:45:46: Ich werde ihn oder sie, oder wer auch immer nicht daran hindern das zu tun, sondern das bräuchte natürlich und ich meine es kannst du jetzt.

00:45:54: den schulischen Bereich mag ich jetzt gerade irgendwie gar nicht aufmachen.

00:45:56: aber wenn man ins private guckt ich habe vorhin schon gesagt ich hab eine Grundschülerin zu Hause also da treibt mich natürlich irgendwie auch des thema um.

00:46:05: okay wann geht das dann mal los?

00:46:07: wie begleitet man dass in dieser welt jetzt von gesagt, also wir haben die neunziger in der Grundschule komplett ohne diese Themen verbracht.

00:46:16: Da war es dann vielleicht wer am längsten Fernseh gucken durfte oder so keine Ahnung.

00:46:21: aber das treibt einen irgendwie natürlich auch um und da weiß man sowas wie dann zur Beantwortung quasi der Frage führt dass ist natürlich auch nicht mit einem Gespräch am Abendbrotstisch irgendwie getan ist sondern dass man Dieses immense Thema, Felix hat vorhin gesagt.

00:46:35: Wir haben Social Media noch gar nicht verstanden.

00:46:37: und jetzt kommt die KI.

00:46:38: oder jetzt ist die KI voll da muss man ja eigentlich sagen.

00:46:42: Das schafft ...

00:46:43: Jetzt

00:46:44: kommen

00:46:45: die Roboter genau!

00:46:47: Was was da kommen mag aber... Also mit einer vereinzelten Aktion komme ich an das Thema, werde ich dem Thema nicht gerecht sagen was man so.

00:46:55: Ich kann einen Zugang schaffen wie gesagt, ich kann in den Pult setzen und kann sicherlich dass mein Anspruch da auch etwas mitgeben aber es bräuchte natürlich ein viel viel stetigere... Behandlung dieses Themas.

00:47:07: Es muss irgendwie gesetzt werden und Felix hat vorhin gesagt, digitale Teilhabe ist eigentlich heute gesellschaftliche oder eben soziale Teilhäbe.

00:47:14: Und genauso müsste das natürlich einfach in diesen Berufsbildern dementsprechend auch in den Ausbildungen einfach schon verankert werden, dass Leute da auch so ein bisschen das Handwerkszeug zu bekommen dem Thema einfach dauerhaft ein bisschen zu begegnen und dann eben da auch vielleicht nachhaltig mal einen Prozess des Nachdenkens, des Reflektirens wo die Verbotsdebatten hinführen, das wissen wir irgendwie auch alle.

00:47:39: Deswegen glaube ich scheitert es natürlich und es hat alles gute Gründe ist überhaupt gar keine Frage.

00:47:44: aber scheiterte glaube ich auch ein Stück weit immer am System.

00:47:47: Ja also inklusiv darf kein Topping sein sondern soll die Zutat Auf jeden Fall.

00:47:55: Ja,

00:47:55: und das Digitale auch.

00:47:57: Anders auch die Medienarbeit.

00:47:58: Ich glaube es betrifft jetzt nicht nur den Feld der Eingedrungstilfe, sondern auch andere Bereiche der Inklusion, auch Seniorinnen-Arbeit mit Menschen mit unterschiedlichen konteruellen Hintergrund.

00:48:13: Und so die Medienarbeit wird immer genauso wie Digitalisierung als Randthema getroffen.

00:48:18: Dabei ist es eigentlich

00:48:20: kompetenz.

00:48:23: Und das genaue Medienarbeit hat schon einen schweren Stand.

00:48:26: Ist eine Schlüsselkompetenz, ja?

00:48:30: Ganz wichtig!

00:48:31: Gestern Abend war ich auch erst wieder in einem Vortrag und es ist immer sehr traurig wenn man dann hört was in den Schulen eigentlich passiert.

00:48:40: denn dass is die sagen dann zwar wir machen was Aber das ist sowas von einem kleinen Tröpfchen auf den heißen Stein.

00:48:48: Also hier in dem ersten Schuljahr machen wir das eine Thema, im zweiten Schuljahre machen wir ein bisschen das andere und so weiter.

00:48:56: Und letztendlich wird alles nur angestitten statt es mal wirklich so fachübergreifend ständig laufen zu lassen.

00:49:03: in irgendeiner Form also.

00:49:06: dieses Dauernde sich damit befassen ist halt auch das Problem was Lehrer in der Ausbildung im Studium sicherlich nicht lernen.

00:49:16: Und das ist schwierig umzusetzen, aber genauso gerne – das habe ich gestern auch wieder gedacht – geben die Eltern dann gerne diesen Ursprung da wo die Medienarbeit eigentlich ja beginnt in der Familie.

00:49:29: Das geben sie dann gern auch an die Einrichtungen ab und sagen, dass müsst ihr doch machen!

00:49:34: Und Kindergarten.

00:49:35: Ich wollte

00:49:35: gerade sagen, dass es so ein Ball... Also die Medienarbeit ist auch so einen Ball den sich die Institutionen, Familie, Schule, Kindergärten washerummer drumherum einfach gerne so zuschieben.

00:49:44: Das könnt ihr ja dann machen oder das macht man in der IG nachmittags und dabei gibt's ja auch da einfach tolle Ansätze wirklich diese Grundzüge des Programmieren-Lands mit den Bebots oder so.

00:49:55: also da gibt sie einfach auf wo du im Kindesalter einfach schon allein so diese ersten Schritte bis dann hin zum Smartphone, aber nennt man da einfach das super spielerisch irgendwie auch einführen kann und gar nicht unbedingt mit einem Bildschirm erstmal verknüpfen muss.

00:50:09: Aber ja genau es ist einfach genau das Thema dass es wird sich gerne so hin-und hergeschoben und ist ja nicht unser Ding und ich glaube man kann dem nur was heißt Herr werden?

00:50:18: Aber man kann eben nur professionell begegnen wenn alle da irgendwie Hand in Hand arbeiten und dieses Thema halt auch irgendwie die relevanten Systeme aus heutzutage noch ein bisschen besser verstehen.

00:50:28: Genau, ich finde es auch immer so wichtig.

00:50:30: Ich muss immer wieder darauf hinweisen oder ich rede das schon gebeten.

00:50:34: Schaut euch mal die Bildschirmzeit an.

00:50:36: wir können nicht immer sagen Bildschirms Zeit ja also da muss sich schon mal unterscheiden zwischen Medienkonsum und dann der aktiven kreativen medienarbeit und dass ist immer Das aha moment der eltern quasi die dann Das ist ja ganz anders.

00:50:54: Und das wäre so schön, dass es einfach so ein natürliches Ding werden würde.

00:51:01: Vor allen Dingen fängt dann da mal ein bisschen an, wo's weh tut bei einem selbst.

00:51:05: Also man muss seine eigene Medienzeit und Eltern sagen auch gerne gut aber ich muss jetzt hier noch kurz diese Mail beantworten und ich muss das noch schreiben.

00:51:15: Ich muss das organisieren.

00:51:17: Ja klar mach also ich gehöre da vollkommen dazu mich bei diesen Ausreden, nämlich da gar überhaupt nicht raus.

00:51:23: Aber sich da auch einfach bewusst zu weiden das ist halt auch also das Kind guckt an einem hoch und man guckt in die kleine Schachtel rein und das Kind sieht in dem Fall ja dann nicht so zockt er gerade oder macht der irgendwas für die Arbeit sondern irgendwie scheint dieses Ding eine hohe Relevanz von meinem Papa gerade zu haben.

00:51:42: Also auch da glaube ich wieder sind wir wieder mit dem Thema Empathie und Reflexion für sich einzuordnen, okay hey ich bin da halt auch Medienvorbild und muss halt da stückweit auch an mir vielleicht ein bisschen arbeiten um da irgendwie in Anführungsstrichen das gute Vorbild zu sein.

00:52:00: Ja, absolut.

00:52:01: Das ist das was man sich sicherlich immer wieder als Eltern in den Kopf wirklich rufen muss weil genau das macht nämlich dann auch dass die Kinder versuchen gegen das Smartphone anzukämpfen zu aufmerksam.

00:52:14: Ich brauche mal ein Papa aber ich muss immer gegen das smartphone ankämpfen was der in der Hand hat.

00:52:20: Ja ich finde es total spannend wenn da noch einmal das Kind sagt jetzt leg doch mal das Handy weg Du hast kommen recht, ich lege es weg.

00:52:31: Sollte einem zu denken geben.

00:52:32: Ja, das ist noch gerne.

00:52:36: Komm mal nochmal auf eure Projekte.

00:52:38: also... Uns würde ja auch ganz doll interessieren, sowas was ihr für besondere Projekte gemacht habt bzw.

00:52:45: auch wo ihr dann so dachtet okay genau deswegen machen wir das ja auch.

00:52:50: also es ist ja schon so dass es manchmal ein bisschen sich anfühlt als wäre es vielleicht gar nicht so nachhaltig.

00:52:56: oder Es ist ja auch immer in unserem Beruf so diese kleinen Schritte da muss man sich dran hochhangeln.

00:53:03: Aber vielleicht gibt es dann immer wieder diese Momente oder diese besonderen Projekte, wo ihr sagt okay genau deswegen.

00:53:09: Das war cool.

00:53:11: Kann man im Kleinen und im Großen beantworten?

00:53:15: Du machst das klein!

00:53:16: Ich mach das groß ich mache das klein.

00:53:17: Na

00:53:18: ich dachte jeder für sich selber.

00:53:21: Weil du ja auch noch den Projekten gefragt hast, genau.

00:53:24: Gerade ein aktuelles Projekt wo ich sage hey da kommt irgendwie alles zusammen nämlich alle diese drei Ebenen ist das Zeitmaschinen ist jetzt aus der Kultur und zwar mit dem Freilicht Museum Neuhausen arbeiten wir schon seit zweieinhalb Jahren zusammen fast drei Jahre dann bald.

00:53:42: Und Freilichtmuseum haben ja das Problem, dass die Häuser nicht barrierefrei sind.

00:53:47: Also ein Bauernhaus von vor fünfhundert Jahren ist ein großes Freilichen-Museum auf der Schwäbischen Alb kurz vorm Bodensee.

00:53:55: Da hat niemand an Barrierefreie gedacht da kommt Molli nicht rein.

00:53:58: und für jemanden der jetzt nicht gut zu Fuß ist in so einem engen Gang nach oben Das Museum hatte die Idee hey wir würden gerne einen Angebot machen.

00:54:06: für die da draußen sag ich mal die vielleicht kommen wollen aber dann nicht reinkönnen Und das soll digital sein.

00:54:12: Damit sind sie losgegangen, ne?

00:54:13: Erstmal sag ich mal so und haben Leute eingeladen mit gewissen Bedarfen, Menschen mit entermatorischen Einschränkungen

00:54:20: usw.,

00:54:20: haben sich das angeschaut und dann kamen wir zusammen.

00:54:23: Wir sind auch hingefahren und haben mit dem Pädagogen vor Ort eine Museumstour gemacht.

00:54:29: Die haben so viele anecdotenden Geschichten erzählt die aber ohne die Führung... auch nicht sichtbar gewesen wären.

00:54:35: Und wir waren in den Häusern, dass wir gesagt haben hey wenn wir das angehen dann machen wir das doch wirklich für alle ob ich jetzt rein kann oder nicht rein kann und auch ob ich dort bin oder nicht.

00:54:46: Das Zeitmaschinen kann man nämlich sich auch einfach in Hamburg anschauen und haben es dann auch gemeinsam entwickelt wieder mit Zielgruppen haben die eingeladen Begehungen aber auch dann für User Tests und herausgekommenes für mobil optimierte Webseite, die in leichter Sprache im komplexer Sprach in deutscher Gebärdensprache die Geschichten der Menschen und der Häuser erzählt.

00:55:08: Und dann auch immer eine Raumbeschreibung hat.

00:55:11: wir haben für blinde Menschen wo man sich dann auch vorstellen kann wie sieht es innen drin aus?

00:55:17: Gleichzeitig dann auch noch Menschen die die Menschen die dort kannten eingeladen mit den Videos gemacht haben.

00:55:23: das finde ich für mich ist ein ganz tolles Beispiel weil durch so eine Barriere, behafteten Gedanken am Anfang gestartet sind und dann wirklich ein komplettes inklusives Projekt quasi draus gemacht haben gemeinsam.

00:55:37: Und jetzt in der dritten Runde quasi sind das ist jetzt, das sind nämlich Zweiundzwanzig Häuser und am Anfang haben wir es für vier gemacht wieder klein damit man das auch dem her wird.

00:55:45: Dann haben wir letztes Jahr für zweiundzwanzig Häuser gedacht und jetzt füllen wir den Inhalt für Zweiundzwanzighäuser.

00:55:51: Also vier Häuser sind jetzt dort, wo wir hinwollen mit Gebärdensprache, leichter Sprache, komplexer Sprachen.

00:55:57: Genau und das ist für mich so eins, wo ich sage hey!

00:56:00: Das ist irgendwie Erdmännchenbär.

00:56:02: diese drei Sachen Design, Pädagogik.

00:56:04: Wir nehmen die Leute mit in den Prozess Und auch eine barrierefreie Umsetzung und im kleinen Moment finde ich immer... Das war jetzt der große.

00:56:14: Immer wenn ich ein Workshop habe oder so und jemand am Anfang noch sehr Ich mache oft eher die Fachschulungen, also wie kann ich inklusiv arbeiten in der Kultur oder auch in der Sozialwirtschaft?

00:56:26: Und wenn dann jemand davor sagt, ah weiß ich nicht ob ich das ausprobieren kann und man nächstes Mal kommt.

00:56:31: Ich habe es so ein bisschen ausprobiert.

00:56:34: Das finde ich dieses In-Doing-Com genau.

00:56:37: Ja, ja.

00:56:38: Das ist so eine Aha-Momentan.

00:56:41: Sehr feines Projekt.

00:56:42: Toll!

00:56:43: Ja, das klingt gut.

00:56:45: Wir haben ja auch noch so ein Freilichtmuseum, hätten wir hier auch in der Nähe glend

00:56:50: bleiben.

00:56:53: Dann schicken wir dir jetzt einen Flyer zu und du lässt ihn an der Kasse einfach mal ganz auffällig stehen.

00:56:59: Sehr gut!

00:57:01: Aber ich kann mich da glaube ich anschließen.

00:57:03: das was Felix gesagt hat.

00:57:07: Manchmal ist man irgendwie für... nur einen vereinzelten workshop irgendwo und dann ist man danach kurz mit den leuten im gesprächen dann wieder weg.

00:57:15: aber was wir was oder was ich jetzt auch öfter habe ist dass man so so workshop serien zum beispiel immer wieder in der gleichen einrichtung ist oder manchmal eben auch mit den gleichen gruppen über eine gewisse zeitraum zusammen was er arbeiten kann und dann sind das natürlich die schönen momente wo man dann so eine entwicklung irgendwie beobachten kann.

00:57:39: Ja, da dann nach und wie jemand kommt und sagt mir ein Scherz, dass wir das jetzt mal gemacht haben.

00:57:43: Das war voll cool!

00:57:44: Und also ist es schöner an den vier Gruppen mit denen ich arbeite.

00:57:47: die sind sehr offen mit ihren Feedbacks auch wenn was nicht passt.

00:57:51: Das weiß man nur noch sofort.

00:57:52: aber wenn's gepasst hat, dann sind auch die wenigsten Unverhohlenes dann zu teilen.

00:57:58: Das macht natürlich dann irgendwie auch Spaß natürlich schön.

00:58:00: und wenn dann irgendwie nach allein so jemand nach dem Workshop kommt und gesagt ah das mit den Passwörtern... Beispiel jetzt gerade das fünftigste Mal, es weiß ich.

00:58:08: Aber da kommt jemand und sagt, da gucke ich jetzt in Zukunft mal drauf oder ich hatte mal mit einer Einrichtung ist inzwischen auch ein paar Mal passiert.

00:58:18: aber da war's eben so dass ich ja mit manchen Zielgruppen auch die allerersten Schritte mache.

00:58:24: also wir haben viele Zielgruppe haben dies erste Mal den Tablet einen Smartphone und Computer an der Hand haben und keinen blassen Schimmer was das Internet überhaupt sein könnte weil es da wirklich null Kontaktpunkte.

00:58:34: also kann sich In der anderen Blase kann man keiner mehr vorstellen, dass so etwas gibt und nicht zu wenig.

00:58:41: Wir machen dann die allerersten Schritte.

00:58:44: Und dann kommt nach einem dritten Workshop einer und sagt, ich hatte jetzt Geburtstag.

00:58:47: Ich habe jetzt mein eigenes Tablet und dann mach' ich das.

00:58:51: oder könnte ich jetzt irgendwie ins Geschichten erzählen?

00:58:54: Wird mal ein... Der hat mir vor dem Workshop erzählt also sein Ziel in den zwei Schulungen ist er möchte danach der es irgendwie beim Kanu-Verein oder weiß nicht wo gewesen ist Drachenboot oder wie auch immer.

00:59:06: genau Trainer stellt jetzt die Termine immer online und das könne er eben nicht.

00:59:11: Und er möchte sich, ihr möchtet es schaffen, sich online zum Training anzumelden und dann wäre auch ganz stolz dass er nach zwei mal da haben wir immer so ein bisschen Pause geguckt.

00:59:20: Das wird es irgendwie hinbringen und seitdem meldet er sich online zum Training an.

00:59:24: Also diese kleinen Sachen, das macht dann natürlich Spaß und dadurch dass ich aber viel vor Ort bin hat man den direkten Kontakt und kann das mitnehmen.

00:59:35: Und dann sitze ich manchmal auf der Rückfahrt und denke ja deswegen mache ich das.

00:59:38: Ja super!

00:59:39: Das ist eine schöne Momente.

00:59:42: Ja, ihr habt doch auch dieses eine Projekt gemacht.

00:59:45: Stiftung Liebe Now oder was war das noch mal mit den Spielen?

00:59:47: Das fällt mir jetzt gerade noch so ein... Die

00:59:49: Spiele

00:59:51: now!

00:59:51: Genau die Spiele know weil das hatte ich mir ja auch genauer angeschaut Katja hat es auch gehabt und ja genau Und ich fand das irgendwie auch so toll weil ich habe dann versucht mal so auf für Schule Dann für Grundschüler dann mal so runter Eingriff ins Regal.

01:00:08: Wunderbar also so einen Wie nennt man das so ein Buch, wo man wirklich zu den einzelnen Themen zum Gaming sich informieren kann in einfacher Sprache?

01:00:23: Und genau.

01:00:25: Das fand ich irgendwie ganz klasse, weil diese Welt auch ... Ich hab mir dann halt mal eine Karte erstellt mit so einer Welt für die Kinder.

01:00:33: Also das passte super!

01:00:36: Konnte ich dann auch verwenden.

01:00:37: ja.

01:00:39: Ja, das hat ... Die

01:00:39: Counts bei den Kids

01:00:40: an.

01:00:42: Ja, also die fanden das super.

01:00:46: Weil es halt einfach so ansprechend ist sich durch eine Welt zu begeben sozusagen hat denen das echt Spaß gemacht.

01:00:54: Also ich mein Gaming ist ja sowieso deren Thema.

01:00:57: da sind ja auch E-Feuer und Flamme wenn sie von ihren Computerspielen regen können... Da muss man sie eher einbremsen!

01:01:09: Aber da muss man dazu sagen, das war insofern auch ein tolles Projekt als dass wir da auch mit vielleicht auch einigen Vorschusslauern.

01:01:17: das mag sein.

01:01:19: Wir hatten einen ordentlichen Vertrauensvorschuss und Wir durften da auch... Es war am Anfang überhaupt nicht klar, wo die Reise hingeht.

01:01:28: Das

01:01:28: ist inklusiv von Partizipativ vom Anfang an?

01:01:30: Genau!

01:01:31: Wie Felix schon gesagt hat, die Grundidee des Zeitmaschinen, das Projekt, was er gerade beschrieben hat, war durchaus erst mal eine andere und dann ist man eben auf der Reise zu diesem Ergebnis gekommen.

01:01:42: Das war bei der Spiele genau genauso.

01:01:44: Und es ist ein gefördertes Projekt.

01:01:46: Da liegen manchmal einfach auch die Förderregularien zugrunde, die dann natürlich einen gewissen Rahmen vorgeben.

01:01:54: Und dann braucht es ja manchmal seitens der Einrichtung schon noch ein ordentlichen Vertrauensvorschuss dass man sagt hey Felix hat es vorhin gesagt das braucht dann Zeit und man muss aber auf der Entscheider in den Ebene erst mal die Menschen erwischen die einem diese Zeit dann auch zusprechen und geben.

01:02:10: und die haben wir da bekommen.

01:02:13: Das kann man quasi da nicht hoch genug anrechnen, weil am Anfang hieß es auch her.

01:02:17: Wir möchten eigentlich einen e-Learning Angebot schaffen und rauskommt wie du es gerade selber sagst ein interaktiver Guide eine Broschüre oder eigentlich schon recht umfangreiche Broschüre, würde ich mal sagen.

01:02:30: Zum Thema Gaming in einfacher Sprache mit begleitenden Videos die halt auch mit dem Pixeltiemen da vor Ort entstanden sind.

01:02:37: Das war eine tolle, tolle Zusammenarbeit und man braucht dann aber das meinte ich vorhin auch aus der richtigen Ebene, der richtige Position den richtigen Kopf und der sagt ja, das machen wir jetzt mal.

01:02:49: Ja gab's da eigentlich auch mal, ich meine die Frage ist jetzt vielleicht ein bisschen fies aber ihr müsst ja nicht beantworten.

01:02:55: Aber gab es dann auch mal irgendwas was grandios dagegen daneben gegangen ist sozusagen?

01:03:02: Ja auf jeden Fall.

01:03:03: also A-Ideen die man hat, was bei uns quasi ja Standard ist das haben wir gerade schon erzählt mit diesem Ausprobieren dass gemeinsam überlegen und dann kommen wir zurück mit den Prototypen.

01:03:17: Bevor wir das entwickeln, kann es drei PowerPoint-Folien sein oder in dem Fall dieses Heft kann man sich auch auf unserer Webseite angucken.

01:03:26: Kann man auch umsonst runterladen.

01:03:28: also wer das verwenden möchte.

01:03:30: Das hat eine Ringbindung weil es barriereärmer zum Umblättern ist Und das haben wir auch, der Prototyp selbst gebastelt und dann auch zusammengetackert.

01:03:43: Und da waren dann auch... Das hat einen ganz anderen, das sieht man jetzt nicht.

01:03:47: Genau, es war

01:03:47: noch ein zweiter.

01:03:48: Also ihr seid kein Videopodcast aber ihr habt

01:03:50: ja gerade viel

01:03:51: gewesen!

01:03:52: Aber genau, das sehen wir uns jetzt mit so Ringen und das war der zweite Prototypen.

01:03:56: davor gab's einen mit einem ganz anderen Grafikstil und er wurde einfach vom Hof gejagt, im Prinzip.

01:04:03: Also in dem Kleinen findet es statt und natürlich hat man auch schon Projekte in der Anbahnung gehabt wo man gemeinsam gemerkt hat das passt nicht.

01:04:12: A haben die vielleicht nicht dieses inklusive Verständnis dass wir haben dass wir sagen ne wir arbeiten dann wirklich mit der Zielgruppe zusammen Mit eurer Zielgruppen und zwar hören wir uns an was sie wollen und dann gleichen wir das nochmal ab was ihr wollt lieber Auftage war Da muss man auch bereit für sein und wenn man dafür nicht so bereit ist, dann passt es manchmal nicht.

01:04:30: Oder halt gleichzeitig dass die Idee doch schon so festgefahren ist und keine Offenheit mehr da ist, dass man sagt ja, da geht man andere Wege aber das hatten wir bis jetzt zum Glück eigentlich in den meisten Fällen vorweg wo man einfach gesagt hat, dann gehen wir nicht diesen Weg zusammen weil dann werden beide Seiten wahrscheinlich nicht glücklich.

01:04:51: Sehr mutig!

01:04:53: Das ist gut

01:04:55: Ja, das ist also genau wie Fick schon sagt.

01:04:58: Wir meinen das dann halt schon recht ernst und du kannst dann auch immer Verständnis für die was heißt die Gegenseite aber die andere Partei die dann einfach eine konkrete Idee hat und es so haben möchte Wenn diese Idee am Ende den ersten Designprozess überlebt, dann ist das ja super.

01:05:14: Aber dann wollen wir es eben auch alle Zielgruppen so.

01:05:16: aber deswegen würde ich sagen Wir haben das eigentlich regelmäßig dass irgendwas nicht funktioniert.

01:05:22: Aber man nimmt so.

01:05:24: also wir arbeiten sehr stark nach diesem Design Thinking Ansatz wo du Ja Das ist ja dann erlaubt des Scheitern Also das ist ja einfach Try and Error okay?

01:05:33: Dann halt anders.

01:05:34: aber eben nicht fünf Wochen Konzeption das ist sondern zwei Tage ausprobieren.

01:05:39: Ah, das ist nicht okay!

01:05:40: Dann nochmal zwei Tage Konzeption.

01:05:42: Also ein bisschen so in den Schleifen.

01:05:44: aber das braucht wie auch gerade schon gesagt einfach dieses Vertrauen.

01:05:47: und ich komme jetzt wirklich ganz tagesaktuell aus dem Meeting habe vorhin weiß Felix noch gar nicht darüber gesprochen aber hab quasi ein Projekt abgeschlossen Geht jetzt noch mal ein bisschen weiter, aber da hat Projektleitung auf der anderen Seite auch gesagt.

01:06:02: Also ich muss ganz ehrlich sagen am Anfang war das alles so ein bisschen nebulös und ich wusste nicht genau wo die Reise hingeht.

01:06:08: Aber jetzt habe ich ein sehr klares Bild!

01:06:10: Und es ist bei mir dann quasi der Moment auf der oberen Ebene den du vorhin gefragt hast, wo man dann sagt hey genau dafür machen wir das... wenn dann auch die Meta-Ebene am Ende sagt, hey, ich musste mich erst mal drauf einlassen.

01:06:26: Aber jetzt habe ich es geschnallt und das war gut so.

01:06:30: Das ist dann auch immer ein schöner Moment aber es braucht eben dieses Vertrauen und das ist manchmal nicht da.

01:06:37: Das hat verschiedene Gründe ist vollkommen okay, aber dann platzt so ein Ding auch mal klar.

01:06:41: Ja, das finde ich interessant.

01:06:43: Das ist ja auch immer so ein bisschen eine Planungsunsicherheit oder?

01:06:47: Genau!

01:06:48: Und da muss man sich irgendwie trauen.

01:06:50: Nee, das ist wahr und das ist natürlich gut.

01:06:54: wenn man frei beruflich agiert dann ist es sowieso immer in der Richtung wahrscheinlich sowieso wenn du als Medienpädagoge nochmal anders und spannender aber macht's ja auch total interessant.

01:07:09: Und vor allen Dingen, also ich glaube ihr kriegt dann ja auch ein tolles Feedback und habt ihr da auch von Einrichtungen auch schon mal irgendwie so erstaunliche Dinge die die dann rückgemeldet haben was sie mit euren Projekten angefangen haben oder ja so Rückmeldung bekommen.

01:07:30: Ja gibt es immer wieder.

01:07:31: wir haben zum Glück sage ich mal Die Anzahl der Wiederholungstäter aus unserem Kundenkreis oder Partnernetzwerk, oder wie auch immer.

01:07:48: Der ist glücklicherweise relativ hoch.

01:07:51: das macht es dann echt toll weil ich glaube wenn man sich einmal darauf eingelassen hat und dann eben merkt okay Da steckt ja schon einfach ein Plan dahinter und wir machen das jetzt nicht alles aus Spaß, sondern da ist es einfach ein Ziel dahinter was wir natürlich ganz klar verfolgen damit.

01:08:08: Wenn das einmal verstanden wurde dann kommen zum Glück die Einrichtungen auch gerne mal wieder mit guck mal einen neuen Projekt oder jetzt etwas was auch tolles noch einen Schritt früher überlegen ein Projekt zu machen.

01:08:22: Was denkt ihr denn darüber?

01:08:24: Das finde ich eine tolle Entwicklung.

01:08:27: aber auf die Frage zu antworten.

01:08:30: Das heißt, man kann dann immer mal wieder reinschauen und ich habe letztes Jahr zum Beispiel eine Kooperation gemacht mit dem Träger wo wir auch schon länger arbeiten und da sind wir letztes ja dann gezielt in den Bereich der tagesstrukturellen Maßnahmen.

01:08:47: das heißt es an Menschen mit einem sehr hohen Unterstützungsbedarf und meistens einer Komplexbehinderung schwersten mehrfach Behinderungen sagt man auch.

01:08:55: Wo auch vorher Viele sagen, da gibt es nichts oder da kann man nichts machen.

01:09:01: Den Punkt habt ihr vorhin auch schon genannt?

01:09:02: Genau was wollen Sie hier mit Ihrem Tablett?

01:09:05: Jetzt mal ganz platt gesprochen und da hatte ich zuletzt nochmal ein Abstimmungs-Meeting und da schreien gerade alle Gruppen nach Geräten.

01:09:16: also wir möchten jetzt eigentlich für jede Gruppe ein Gerät haben Wir haben das jetzt eingeführt Das ist jetzt total gefragt.

01:09:23: Und also dieser Weg von, nee da gibt's ja nix.

01:09:28: und dann vielleicht ein paar mal so das Streichholz sage ich mal anzuzählen und zu sagen guck mal gibts da.

01:09:33: Dann musst du gar nicht so viel mehr zeigen sondern kannst du den Weg so bisschen anstupsen und dann ist es eh das Beste wenns in der Gruppe dann von selbst passiert aber jetzt mitzubekommen was denn die fragen uns gerade nach Geräten?

01:09:45: Ich weiß noch gar nicht wie wir diesen Bedarf her werden.

01:09:48: Das ist dann schon immer ganz nett.

01:09:50: Also ja, insofern kann man da schon eine gewisse Entwicklung beobachten und wir sind sicherlich in unserer Wahrnehmung natürlich nicht.

01:09:59: aber wir sehen es immer noch mit das nicht mehr ganzen Orchideenthema Aber auf jeden Fall einer Breite einfach auch noch nicht so sehr angekommen.

01:10:07: Deswegen ist es schön dass man manchmal eben so diesen ersten Streichholzfunken setzen kann Und dann ein bisschen gucken kann wie das Feuer im positiven Sinne sich da so ein bisschen entzündet.

01:10:16: Ja Wichtig, dass man ein gutes Netzwerk hat.

01:10:24: Fällt mir jetzt spontan ein?

01:10:26: Geht ihr auch auf irgendwelche Messen und Veranstaltungen?

01:10:30: Man muss ja so... Gibt es da irgendwas in diese Richtung?

01:10:33: Wie fällt...?

01:10:34: Also wir hatten jetzt die Didakta dann haben wir auch nicht zu viel gesehen.

01:10:40: kann ich mich jetzt so spontan nichts dran erinnern?

01:10:45: Also ich war jetzt dieses Jahr nicht da, aber dann haben wir noch die LearnTech.

01:10:48: Gibt es irgendwie auf eurem oder für euren Bereich auch irgendwie Messe, Veranstaltung, Event?

01:10:55: Ja also gibt jetzt noch nicht sage ich mal den Fachtag digital teil habe Dann gibts noch nicht.

01:11:02: Es gibt natürlich ein Netzwerk man kennt sich mit vielen Akteuren und ist im Austausch.

01:11:08: Dann gibt es, wir sind ja viele in der Erwachsenenbildung unterwegs.

01:11:12: Das heißt wie gehen da schon sage ich mal dadurch dass es viele Fachtagungen und Fach-Events gibt von unserem Kundenkreis oder Kooperationspartnern also sprich Kultur.

01:11:24: Wir sind dieses Jahr auch wieder auf ein paar Museumstagungen wo es dann um digitale kulturelle Teilhabe geht aber auch um Vermittlungsangebote stellen Sachen vor und unser Arbeitsweise werden eingeladen, zum Beispiel Zeitmaschinen vorzustellen zusammen mit dem Museum.

01:11:40: oder aber auf der anderen Seite gibt es natürlich Fachtagungen aus der Entgliederungshilfe, Diakonie, Lebenshilfe und Co.

01:11:46: Zum Thema digitale Teilhabe oder KI.

01:11:48: Wir waren jetzt gestern auch beim WD.

01:11:51: so das ist der Verband für die Digitalisierung in der Sozialwirtschaft.

01:11:54: da sind wir auch Partner.

01:11:59: Genau, die haben ein Netzwerk von verschiedenen Unternehmen.

01:12:01: Die quasi sich da austauschen und dann sind wir noch das jetzt vielleicht ein anderes Thema.

01:12:08: Aber dadurch dass wir jetzt ja ein Unternehmen sind, das einen sozialen Zweck hat, ist es keine gemeinnützige GmbH.

01:12:15: aber wir haben Soziales Ziel, würde ich jetzt mal sagen mit dem Thema Digitalteile und Inklusion.

01:12:22: Deswegen sind wir im SEND.

01:12:23: Das ist der Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland

01:12:27: e.V.,

01:12:28: das ist das Netzwerk von quasi... sozial orientierten Unternehmen.

01:12:32: Und da vernetzt man sich mit Gleichgesinnten, die arbeiten dann auch in der Klimafreundlichkeit Teilhabe von unterschiedlichen Menschen aber auch Bildung und Schokolade

01:12:40: und Getränke.

01:12:42: Genau, Vertrade-Direkthandel und das ist quasi so ein bisschen der Verwandt für diesen Wirtschaftsbereich wo man sagt hey wir wollen Wirtschaften aber haben den sozial oder gemeinwohlorientierten Nutzen neben, sag ich mal privatwirtschaftlichen Zielen Gleichfertig zu privatwirtschaftlichen Seelen.

01:13:00: Gut zu wissen, okay?

01:13:02: Wenn ich jetzt auf die Uhr gucke ... Wir können, glaub ich, ewig reden!

01:13:07: Also ... Ich würde jetzt mit der letzten Frage beginnen, sei denn die Annette hat noch eine andere.

01:13:18: Ich gebe euch einen Zauberstab und ihr dürft jetzt mal wünschen äußern, vielleicht drei ist ja so üblich.

01:13:32: Wie müsst ihr eine Gesellschaft aussehen in der mediale Teilhabe für alles selbstverständlich ist?

01:13:39: Drei Wünsche habt ihr frei!

01:13:40: Was wünscht ihr euch?

01:13:45: Mit drei Wünschen muss man gut überlegen.

01:13:48: Mehr Wülschen können wir uns ja nicht!

01:13:50: Ja, gut ihr könnt auch mehr geben!

01:13:51: Der hat nur so einsamstweise wieder einen Endlichkeitswunsch ausspricht und jetzt wieder!

01:13:59: Also im Prinzip, glaube ich würde es die drei Wünsche auf die drei Ebenen der digitalen Teilhabe setzen.

01:14:04: Dass wir sagen, okay, die Menschen haben ein Endgerät und einen Zugang.

01:14:07: Das heißt ist technisch barrierefrei.

01:14:10: das heißt wir müssen nicht mehr darüber sprechen die Sachen barrieren frei zu machen damit ich sie überhaupt benutzen kann so dass der erste Wunsch, dass es funktioniert, dass Medienpädagogik wirklich verankert ist in verschiedenen Aspekten, dass man da wirklich eine Medienkompetenz hat wird.

01:14:29: Und das heißt, gesamtgesellschaftlich gefragt wird bei Entwicklungen also jetzt nicht nur Menschen mit Beeinträchtigung sondern dass man wirklich weniger ist mehr aber dafür für die Menschen und mit den Menschen das entwickelt wie Governments usw.

01:14:44: Also dass es auch bei den Behörden ankommt.

01:14:46: Ja

01:14:47: toll!

01:14:47: Das kann ich auch unterscheiden bin ich auch mit dabei sehr gut.

01:14:51: Jetzt muss ich mich ja taktisch aufstellen und drei andere Wünsche nehmen, damit wir unsere sechs Positionieren.

01:15:00: Also ich glaube, ich würde mir also gesagt... Ich mache das was ich mach total gerne und auch gerne noch lang.

01:15:08: Aber ich würde da einfach einen Selbstverständnis für dieses Thema.

01:15:12: Das zahlt auf das ein, was Felix gerade schon gesagt hat wünschen aber und es fängt eben du hast es vorhin auch schon kurz angeschnitten in den Ausbildungen.

01:15:19: auch Anette Du hast auch schon gesagt In den Ausbildungen an, also sei es der Lehrkräfte, sei es in unserem Bereich der High-Latziehungspflegerinnen und High-latziehungspfleger, der sozialen Arbeit usw.

01:15:28: Also alle Hepschulen mit Ausbildungseinrichtung, die gerade zuhören können gerne schreiben wir sollten da mal was auf dem Weg bringen.

01:15:38: Nee das würde ich mir wirklich wünschen dass in deren Curricula dieses Thema einfach gesetzt wird weil Wie gesagt, ich mache das total gerne und fahre gerne herum.

01:15:46: Es gibt viele Workshops aber es ist natürlich irgendwo auch nur der Tropfen auf den heißen Stein.

01:15:52: Man muss halt ein bisschen mehr ans Markt ran und das werden wir mit unserer Mini-Besetzung nicht schaffen.

01:15:59: Das würde mir da einfach eine gewisse Nachhaltigkeit wünschen.

01:16:02: Ich würde mir manchmal ... Wir sind ja beim Wünschen Anbieterseite, also der Seite der entwickelnden von weiß ich nicht sozialen Netzwerken Hardware und Co.

01:16:15: Ein bisschen weniger Profitorientierung und vielleicht ein bisschen mehr diese Sensibilität, von der wir jetzt so gesprochen haben für verschiedene Zielgruppen und verschiedene Bedarfe.

01:16:26: das würde ich mir wünschen dass man das vielleicht noch mehr berücksichtigt.

01:16:34: und dann sonst Wünsche ich mir jetzt ganz eigensinnig, dass wir das, was wir machen noch eine ganze Weile lang machen können.

01:16:42: Weil Spaß macht es schon!

01:16:44: Ja, das glaube ich ja.

01:16:46: Das hört sich gut an in diesem Sinne.

01:16:49: Ich glaube, das sind tolle sechs Wünschen da können wir auf jeden Fall mitgehen.

01:16:55: auch den letzten Wunsch, dass es ganz lange noch funktioniert.

01:16:59: und ich würde mich auch freuen wenn es noch mehr solche Projekte gäbe oder solche Firmen wie

01:17:06: euch,

01:17:08: wo dann auch junge Leute noch mehr einsteigen könnten und wir endlich da ein bisschen mehr auch noch Medienkompetenz vermitteln können.

01:17:17: Die ja jetzt eigentlich ... Ich glaube man vergisst es einfach.

01:17:20: in der Politik ist es brutal wichtig und eigentlich nicht nur für Kinder sondern auch für Erwachsene Und wir kommen sonst irgendwie gar nicht mehr hinterher glaub ich.

01:17:31: Okay.

01:17:32: Dann vielen Dank,

01:17:35: Felix

01:17:35: Sebastian!

01:17:37: Es war super, hat uns sehr gefreut.

01:17:39: Ja ganz lieb.

01:17:41: Ja, ganz lieben Dank.

01:17:42: also was unser letzter Satz immer vielen dank fürs mitkochen für's mittrühren und da die ganzen Zutaten da jetzt reingeschmissen.

01:17:50: ich glaube wir haben eine super Suppe gekocht die mal auf dieses Thema ein bisschen Hintergrundwissen reinbringt.

01:18:01: Und also eure Wünsche kann ich auf jeden Fall komplett unterstreichen und ich wünsche mir auch, dass das Thema nicht so... Ah ja!

01:18:09: Dass es die Kirche oben drauf ist sondern dass das immer mitgedacht wird weil Annette und ich wir wissen Wir kennen ja auch Das Alter hat seine Tücken und da denke ich mir auch.

01:18:21: Also manchmal wenn so die Verpackungsinhalte so mini-gleingeschrieben werden.

01:18:27: Das zählt für mich auch schon dazu und das vergessen viele, und das ist ultra wichtig für unsere Gesellschaft, weil wir sind nicht alle gleich!

01:18:38: Und deswegen müssen alle mitgenommen werden.

01:18:40: Also ganz, ganz lieben Dank nach Heidelberg.

01:18:43: Und also gerne wieder vielleicht Gaming oder so?

01:18:48: Das ist nämlich auch noch bei uns auf dem Programm.

01:18:52: Wer müsste denn Felix fragen?

01:18:57: Oder wenn dieses Freilichtmuseum ... Läuft, das finde ich nämlich auch super spannend.

01:19:04: Also es läuft ja schon, du kannst

01:19:06: den vier Häusern, gell?

01:19:07: Ja genau.

01:19:08: Genau!

01:19:08: Ne, jetzt sind alle schon da aber den Dorfplatz anschauen.

01:19:11: Da wollen wir hin, genau, aber dann sind wir Ende des Jahres überall.

01:19:14: Und können schön anschauen... Vielleicht eine Empfehlung zum Schluss.

01:19:17: also Ich war vor diesem Projekt auch der absolute Freilichs-Museumsmuffel und wäre da glaube ich niemals reingegangen und habe glaube ich nur durch dieses Projekt entdeckt wie interessant und spannend dass da sein kann.

01:19:29: also ruhig auch gerne mal bei den ganzen Museen vorbei und nicht nur vorbei, sondern auch mal reingehen.

01:19:35: Also absolute Empfehlung!

01:19:37: Ich bin da auch gerne.

01:19:38: Das ist super bei uns!

01:19:41: Ganz ganz ganz lieben Dank Sebastian und Felix und Annette.

01:19:46: dann sag ich sagen wir

01:19:48: tschüss!

01:19:49: Ciao!

01:20:05: Wenn du Fragen oder Feedback zu dieser Folge hast oder einen Vorschlag für einen neuen Interessanten Interviewpartner, dann freue ich mich natürlich mega wenn du mir unter Hallo et Wahrnehmungsmanufaktur.de schreibst.

01:20:21: Schön dass du mit dabei warst!

01:20:24: Bis zum nächsten Mal, ciao deine Katja.

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